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	<title>Sauerländer Bürgerliste &#187; Stromkonzerne</title>
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	<description>Informationen und Meinungen zur Kreispolitik im HSK</description>
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		<title>Zuwegung Windpark Aupketal: Naturschutz im Schnellverfahren geopfert?</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2026 19:36:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus Kreistag und Kreishaus]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Gewässer]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaftsschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Fraktion Sauerländer Bürgerliste/Freie Wähler (SBL/FWG) kritisiert das Vorgehen der Kreisverwaltung und der Mehrheitsfraktionen im Zusammenhang mit dem Ausbau der Zuwege für den Windpark Aupketal scharf. Trotz massiver ökologischer Bedenken und eines ablehnenden Votums des Naturschutzbeirats sollen vollendete Tatsachen geschaffen werden – unter Umgehung des Kreistags. Mehrere Mitglieder unserer SBL/FWG-Fraktion haben sich am 9. März [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Fraktion Sauerländer Bürgerliste/Freie Wähler (SBL/FWG) kritisiert das Vorgehen der Kreisverwaltung und der Mehrheitsfraktionen im Zusammenhang mit dem Ausbau der Zuwege für den Windpark Aupketal scharf. Trotz massiver ökologischer Bedenken und eines ablehnenden Votums des Naturschutzbeirats sollen vollendete Tatsachen geschaffen werden – unter Umgehung des Kreistags.</strong></p>
<p>Mehrere Mitglieder unserer SBL/FWG-Fraktion haben sich am 9. März 2026 vor Ort im Aupketal ein Bild von der Lage gemacht. Was wir dort vorfanden, ist erschütternd.Das Aupketal ist ein besonders wertvolles FFH- und Naturschutzgebiet. Der Landschaftsplan Arnsberg (Stand 2019) weist das „Waldreservat Moosfelde“ explizit als Waldgebiet von internationaler Bedeutung aus. Schutzzweck ist die Erhaltung eines weitgehend unzerschnittenen Lebensraums für seltene Tier- und Pflanzenarten.</p>
<p><strong>Zerstörung trotz fehlender Befreiung</strong><br />
Obwohl die notwendigen Befreiungen von den Festsetzungen des Landschaftsplans noch gar nicht final erteilt wurden, sind die Arbeiten bereits in vollem Gange. Über 100 Laubbäume wurden gefällt, Erdbewegungen vorgenommen und Fahrwege massiv befestigt. Dabei zeigen sich erhebliche Mängel in der Ausführung:</p>
<ul>
<ul>
<li>Fehlender Gewässerschutz: Es gibt großräumigen Sedimenteintrag in die Bäche. Wirksame Sperren zum Schutz der Wasserläufe fehlen völlig.</li>
</ul>
</ul>
<p><a href="http://sbl-fraktion.de/wp-content/20260309_161442_resized.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-11889" src="http://sbl-fraktion.de/wp-content/20260309_161442_resized-300x225.jpg" alt="20260309_161442_resized" width="300" height="225" /></a><br />
<a href="http://sbl-fraktion.de/wp-content/20260309_162917_resized.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-11890" src="http://sbl-fraktion.de/wp-content/20260309_162917_resized-225x300.jpg" alt="20260309_162917_resized" width="225" height="300" /></a><br />
<a href="http://sbl-fraktion.de/wp-content/20260309_163755_resized.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-11891" src="http://sbl-fraktion.de/wp-content/20260309_163755_resized-300x225.jpg" alt="20260309_163755_resized" width="300" height="225" /></a></p>
<ul>
<li>Schädigung des Bodens: Eigene Untersuchungen von Schotterhaufen vor Ort ergaben, dass kalkhaltiges Material verwendet wird. Für den dortigen Lößboden ist dies ökologisch völlig ungeeignet und führt zu nachhaltigen Schäden.</li>
</ul>
<p><a href="http://sbl-fraktion.de/wp-content/20260309_164625_resized.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-11892" src="http://sbl-fraktion.de/wp-content/20260309_164625_resized-300x225.jpg" alt="20260309_164625_resized" width="300" height="225" /></a></p>
<ul>
<ul>
<li>Baustaub: Bodenmassen werden ohne jede Befeuchtung abgefahren, was zu einer enormen Staubentwicklung führt.</li>
</ul>
</ul>
<p><a href="http://sbl-fraktion.de/wp-content/20260309_155528_resized.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-11894" src="http://sbl-fraktion.de/wp-content/20260309_155528_resized-300x225.jpg" alt="20260309_155528_resized" width="300" height="225" /></a></p>
<p><a href="http://sbl-fraktion.de/wp-content/20260309_155617_resized.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-11895" src="http://sbl-fraktion.de/wp-content/20260309_155617_resized-300x225.jpg" alt="20260309_155617_resized" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Besonders kritisch: Für den Transport der riesigen Rotorblätter („Bladelifter“) sind weitere massive Eingriffe geplant, darunter Begradigungen von jeweils 100 Metern Länge vor und hinter den Brücken über die Aupke.<br />
<a href="http://sbl-fraktion.de/wp-content/20260309_165726_resized.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-11893" src="http://sbl-fraktion.de/wp-content/20260309_165726_resized-225x300.jpg" alt="20260309_165726_resized" width="225" height="300" /></a></p>
<p><strong>Demokratiefeindliches „Eilverfahren“</strong><br />
Die Rolle der Verwaltung in diesem Verfahren ist mehr als fragwürdig. Am 5. Februar 2026 lehnte der Naturschutzbeirat die Befreiungen mit großer Mehrheit ab. Anstatt sich inhaltlich mit diesen Bedenken auseinanderzusetzten, konstruierte die Verwaltung eine „Eilbedürftigkeit“.<br />
Über eine Ergänzungsvorlage vom 3. März sollte das Votum des Beirats nicht im zuständigen Kreistag am 27. März, sondern bereits am 12. März im Kreisausschuss zurückgewiesen werden. Weder der Umweltausschuss noch die Kreistagsmitglieder wurden aktiv über diese Drucksache informiert. Erst durch die Aufmerksamkeit des Sachkundigen Bürgers der SBL/FWG im Umweltausschuss wurde dieses Hinterzimmer-Verfahren bekannt.</p>
<p><strong>Keine rechtliche Grundlage für Dringlichkeit</strong><br />
Aus Sicht der SBL/FWG sind die Voraussetzungen für eine Dringlichkeitsentscheidung durch den Kreisausschuss eindeutig nicht erfüllt. Eine solche ist rechtlich nur zulässig, wenn die Einberufung des Kreistags zeitlich nicht mehr möglich wäre. Da zum Zeitpunkt der Erstellung der Vorlage jedoch beide Gremien noch nicht einberufen waren und für beide identische Fristen gelten, hätte der Kreistag ordnungsgemäß beteiligt werden können.<br />
Aktuelle Berichte (z.B. im Soester Anzeiger) belegen zudem, dass der Weitertransport der Rotorblätter zum Aupke-Parkplatz erst für Ende April/Anfang Mai 2026 geplant ist. Die behauptete zeitliche Not war somit offensichtlich ein Vorwand.</p>
<p><strong>Fazit der SBL/FWG</strong><br />
Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Verwaltung vor den Forderungen des Vorhabenträgers eingeknickt ist. Es ist jedoch die Pflicht des Investors, Planungen so rechtzeitig vorzulegen, dass ordnungsgemäße Genehmigungsverfahren möglich sind.<br />
Dass unser Antrag auf einen Ortstermin im Umweltausschuss abgelehnt wurde, ist bedauerlich. Wer sich der Situation vor Ort entzieht und fachliche Bedenken des Naturschutzbeirats per Schnellverfahren wegwischt, handelt verantwortungslos gegenüber einem der wertvollsten Naturräume unseres Kreises. Wir fordern eine Rückkehr zu einem rechtsstaatlichen Verfahren und eine sofortige Prüfung der ökologischen Schäden im Aupketal.</p>
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		<title>Aktien-Märchen</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2014 21:10:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[adminRL]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunale Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Stromkonzerne]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag, 31. Oktober, hat der Kreistag den Jahresabschluss 2013 beschlossen, und in diesem Rahmen auch die Wertberichtigung der 5,92 Mio RWE-Aktien um 266,8 Mio Euro. Die einzelne Aktie ist jetzt nur noch mit 29,46 Euro bewertet, dem Kurs zum 31.03.2014. Das Thema scheint bei CDU und SPD keine große Begeisterung auszulösen. So wollte der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag, 31. Oktober, hat der Kreistag den Jahresabschluss 2013 beschlossen, und in diesem Rahmen auch die Wertberichtigung der 5,92 Mio RWE-Aktien um 266,8 Mio Euro. Die einzelne Aktie ist jetzt nur noch mit 29,46 Euro bewertet, dem Kurs zum 31.03.2014.<br />
Das Thema scheint bei CDU und SPD keine große Begeisterung auszulösen. So wollte der stellvertretende Landrat (CDU), der bei diesem TOP den Vorsitz des Kreistags innehatte, nach Aufruf des TOP ohne Aussprache direkt zur Abstimmung übergehen. Das aber verhinderte die SBL, und einige andere Kreistagsmitglieder beteiligten sich auch noch an der Diskussion.</p>
<p>Im Zusammenhang mit dem Wertverfall der RWE-Aktien und den daraus entstehenden Folgen für den HSK wurden von der Leitung der Kreisverwaltung falsche Eindrücke erweckt, so auch in einem von der Westfalenport am Tag der Kreistagssitzung veröffentlichten fünfspaltigen Artikel &#8220;RWE-Wertberichtigung beschäftigt Kreistag&#8221;.</p>
<p>In mindestens 5 wesentlichen Fällen sind die Botschaften aus dem Kreishaus falsch:</p>
<p><em>1. Die Bewertung der RWE-Aktien war bereits in der Eröffnungsbilanz zu hoch, es gab eine &#8220;Überbewertung&#8221;.</em><br />
Nein, die Bewertung war sogar um etwa 10 Euro pro Stück zu niedrig! Die Eröffnungsbilanz des HSK im Rahmen des &#8220;Neuen Kommunalen Finanzmanagements&#8221; wurde zum 01.01.2008 aufgestellt. Der Schlusskurs der RWE-Aktie am 28.12.2007 betrug 95,19 Euro, der Eröffnungskurs am 02.01.2008 sogar 96,68 Euro (nachzulesen unter: <a href="http://www.finanzen.net/historische-kurse/RWE">http://www.finanzen.net/historische-kurse/RWE</a>). Bewertet waren die RWE-Aktien in der Eröffnungsbilanz dagegen nur mit 86,69 Euro, dem Kurs vom 16.11.2007.</p>
<p><em>2. Die RWE-Aktien waren bis zur jetzt beschlossenen Wertberichtigung immer noch mit dem Wert aus der Eröffnungsbilanz bewertet.</em><br />
Nein, denn tatsächlich fand bereits im Jahr 2008 eine Abwertung auf 81,87 Euro pro Aktie statt. Das war der am 04.04.2008 gültige Kurswert, also mehr als ein Vierteljahr nach dem Stichtag der Eröffnungsbilanz. Diese erste Abwertung führte damals dazu, dass die &#8220;Ausgleichsrücklage&#8221; des HSK von ursprünglich 40,8 Mio Euro um ca. 24,3 Mio Euro sank, also um etwa 60% ihres Volumens. Die Ausgleichsrücklage dient sonst dazu, Schwankungen der Kreisumlage abzufangen. Diese Reserve ging nun im Umfang der Wertberichtigung verloren, etwa 9 Euro pro Einwohner des HSK!</p>
<p><em>3. Die RWE-Aktien haben de Kreis hohe Dividenden gebracht.</em><br />
Nein, denn in den letzten 20 Jahren lag die Dividende nur 5mal bei mehr als 2 Euro. Bezogen auf den Wert der Aktie zum Zeitpunkt der Eröffnungsbilanz ist das eine sehr mäßige Rendite!</p>
<p><em>4. Die Abwertung konnte nicht eher erfolgen, weil erst jetzt eine vom Landtag beschlossene Gesetzesänderung die Verrechnung gegen die Allgemeine Rücklage anstatt gegen die Ausgleichsrücklage zuließ.</em><br />
Nein, denn der Landtag hat bereits am 13.09.2012 das &#8220;1. NKF-Weiterentwicklungsgesetz&#8221; beschlossen. Darin ist ausdrücklich vorgesehen, dass auch im Jahresabschluss 201<u>2</u> bereits eine Wertberichtigung mit Verrechnung gegen die Allgemeine Rücklage erfolgen durfte, also ohne Auswirkungen auf die für die Kreisumlage wichtige Ausgleichsrücklage. Der Jahresabschluss des &#8220;Betriebs Schul- und Bildungseinrichtungen&#8221;, dem ein großer Teil der RWE-Aktien zugeordnet ist, stand erst am 21.06.2013 auf der Tagesordnung des Kreistags, der Jahrerabschluss des HSK selbst sogar erst am 13.12.2013. Es wäre also reichlich Zeit gewesen, die Wertberichtigung bereits in den Abschlüssen für das Jahr 2012 vorzunehmen (und damit noch vor der Kommunalwahl am 25.05.2014&#8230;). Ohne erkennbaren Grund haben Landrat und Kämmerer die überfällige Wertberichtigung um ein Jahr verzögert!</p>
<p><em>5. Es gibt keine Auswirkungen auf die Kreisumlage, denn bei den Aktien handelt es sich um Altbestände.</em><br />
Doch, es gibt erhebliche Auswirkungen! 24,3 Mio Euro Reserve für die Senkung der Kreisumlage gingen bereits 2008 verloren (s. Punkt 2).<br />
Besonders bedenklich: Wegen der RWE-Aktien sind seit 2009 weitere etwa 13 Mio Euro an echter Liquidität verloren gegangen. Denn im Juni 2009 beschloss die Mehrheit des Kreistags (gegen den Widerstand der SBL), aus frei verfügbaren Finanzmitteln für ca. 30 Mio Euro weitere 572.700 RWE-Aktien von der WestLB zu kaufen (auch das hat die WestLB nicht saniert&#8230;). Damals betrug der Aktienkurs 56,50 Euro. Mehr als 15 Mio Euro der Wertberichtigung betreffen also diese hinzugekauften Aktien. Für jede dieser Aktien hat der Kreis bei 5 Dividendenausschüttungen insgesamt 12 Euro Dividende erhalten.<br />
Nimmt man als Alternative zunächst an, dass der Landrat die 30 Mio Euro in seiner (gesicherten) Schreibtischschublade deponiert hätte, dann wären sie heute noch in Höhe von 30 Mio Euro vorhanden. So aber verbleibt ein echter Verlust (Differenz zwischen Kursverlust seit Kauf und erhaltenen Dividenden) in Höhe von ca. 15 Euro je Aktie, also von insgesamt bereits fast 9 Mio Euro. Das würde sich nur ändern, wenn der Wert der RWE-Aktien in den nächsten Jahren wieder deutlich steigen würde, aber damit rechnet niemand&#8230;<br />
Nimmt man an, dass die 30 Mio Euro in einer anderen Anlageform 3% Zinsen pro Jahr gebracht hätten, beträgt der reale Verlust aus diesem Aktiennachkauf sogar 13 Mio Euro!!<br />
Damit hätte man viele Sozialtickets einführen, Schulsozialarbeiter finanzieren, kulturelle Prokekte starten und/oder die Kreisumlage senken können.<br />
Viele Städte an Rhein und Ruhr (z.B. Düsseldorf) haben zu der Zeit, als der HSK weitere 30 Mio Euro für RWE-Aktien ausgab, ihre RWE-Aktien verkauft. Das ist ihnen finanziell sehr gut bekommen. Der HSK hat aber seine Finanzmittel nur in Aktien eines einzigen Konzerns angelegt, der sich absehbar auf dem absteigenden Ast befand. Das Ergebnis sehen wir nun in der Wertberichtigung der Bilanz.</p>
<p>Aufschlussreich war auch der Wortbeitrag eines FDP-Parlamentariers in der Debatte. Er bezeichnete das Verhalten des Kreises in dieser Angelegenheit als &#8220;stümperhaft&#8221;. Dafür wird er seine Gründe haben&#8230;</p>
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		<title>Stück oder Euro??</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 19:06:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Aus Kreistag und Kreishaus]]></category>
		<category><![CDATA[Stromkonzerne]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der letzten Kreistagssitzung am 15. April ließ die Grüne Kreistagsfraktion in der Westfälischen Rundschau verbreiten, dass sie sich „gnadenlos abgebügelt“ fühle. Sie hatte einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, in dem es um um die Haltung des Kreises zur Klage der RWE gegen das AKW-Moratorium der Bundesregierung ging. Am 20. April fand die Hauptversammlung der RWE statt, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der letzten Kreistagssitzung am 15. April ließ die Grüne Kreistagsfraktion in der Westfälischen Rundschau verbreiten, dass sie sich „gnadenlos abgebügelt“ fühle. Sie hatte einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, in dem es um um die Haltung des Kreises zur Klage der RWE gegen das AKW-Moratorium der Bundesregierung ging. Am 20. April fand die Hauptversammlung der RWE statt, und dort vertritt der Landrat den Kreis. Der Antrag wurde jedoch vom Kreistag auf Vorschlag der Verwaltung mit der Begründung abgelehnt, dass erstens der Landrat seine Stimme an eine kommunale Holding abgegeben habe und zweitens die Klage auch nicht Thema der RWE-Hauptversammlung wäre. </p>
<p>Der Antrag war sinnvoll, und deswegen hat die SBL ihn selbstverständlich im Kreistag unterstützt. </p>
<p>Am nun beklagten Eindruck des Abgebügelt-Werdens sind die Kreis-Grünen jedoch selbst mit Schuld. Im Herbst 2009 bei der Konstituierung des neuen Kreistags bestand die reelle Chance, dass die Grünen den Vorsitz im Umweltausschuss des Kreises erhielten. Dafür hätten sie bei der Verteilung der Ausschussvorsitze eine Vorschlagsliste zusammen mit SBL und Linken einreichen müssen. Während SBL und Linke dazu bereit waren, stimmten die Grünen lieber für die von CDU und SPD vorgeschlagenen Ausschussvorsitzenden, ohne selbst irgend etwas dafür zu bekommen&#8230; Ein Grüner Ausschussvorsitzender hätte zahlreiche Möglichkeiten gehabt, Themen wie die Energiepolitik im Ausschuß beraten zu lassen!</p>
<p>Auch mit der Bewertung der RWE-Aktien des HSK scheinen die Kreis-Grünen ihre Probleme zu haben. Im Presseartikel ist von &#8220;knapp 6 Mio. <strong>Euro</strong>&#8221; die Rede. Tatsächlich sind es jedoch knapp 6 Mio <strong>Stück</strong>, im Wert von ca. 400 Mio Euro&#8230;</p>
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		<title>Journalistische Peinlichkeiten</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 17:40:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Regionale]]></category>
		<category><![CDATA[Stromkonzerne]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Sonntag fand der 3. Südwestfalentag statt. Erstmals war ein Ort im HSK ausgwählt worden: die Stadt Schmallenberg. Am nachmittag stand das Bühnenprogramm im Mittelpunkt. Es gab viele schöne Angebote. Aber einige journalistische Peinlichkeiten sollen nicht unerwähnt bleiben, zumal sie Einblick in enge &#8220;Verbindungen&#8221; geben. Da begrüßte zu Beginn des Programms die als Moderatorin engagierte [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am Sonntag fand der 3. Südwestfalentag statt. Erstmals war ein Ort im HSK ausgwählt worden: die Stadt Schmallenberg. Am nachmittag stand das Bühnenprogramm im Mittelpunkt. Es gab viele schöne Angebote. Aber einige journalistische Peinlichkeiten sollen nicht unerwähnt bleiben, zumal sie Einblick in enge &#8220;Verbindungen&#8221; geben.</p>
<p>Da begrüßte zu Beginn des Programms die als Moderatorin engagierte Journalistin den MdL Uhlenberg aus Werl als &#8220;Südwestfalens Bürger Nummer 1&#8243;. Nun ist Herr Uhlenberg schon lange kein Minister mehr, und Mitglieder des Landtags gibt es aus Südwestfalen mehr als ein Dutzend. Uhlenbergs besonderes Amt in Südwestfalen besteht darin, dass er Bezirksvorsitzender einer Partei (und zwar der CDU) ist. Außerdem ist er der Hauptverantwortliche für die fehlende Transparenz bei der Aufarbeitung des PFT-Skandals. Ob diese beiden Eigenschaften reichen, ihn als &#8220;Südwestfalens Bürger Nummer 1&#8243; zu titulieren???</p>
<p>Etwas abseits der Bühne gab es einen Stand der RWE. Die RWE ist einer der vier Energie-Multis in Deutschland. In den letzten Monaten gab es mehrere umstrittene Vorgänge um die RWE. So beschloß der Kreistag des HSK mehrheitlich nach sehr kontroverser Diskussion, für weitere 30 Mio Euro RWE-Aktien zu erwerben, und damit überschritt die RWE-Beteiligung des HSK die 400-Mio-Euro-Marke. Übrigens sind einige führende Kreispolitiker aus CDU und SPD Mitglied in Aufsichtsgremien der RWE&#8230; Beim Erwerb der Gas- und Stromnetze durch die Kommunen scheint die RWE &#8211; laut Berichten der Lokalpresse &#8211; zu versuchen, die Netzpreise in schwindelerregende Höhe zu treiben.<br />
Am Stand der RWE machte der Chefredakteur von Radio Sauerland lautstarke Werbung. Aber nicht für seinen Sender, sondern für die RWE selbst! Ob da noch die journalistische Unabhängigkeit bei Berichten im Zusammenhang mit Kritik an der RWE besteht?</p>
<p>Auf der Bühne erschienen 4 Landräte zum Interview; der 5. Kreis (Soest) wurde durch den Kreisdirektor vertreten. Die Moderatorin begrüßte den Mann aus Soest als &#8220;Bördemensch&#8221; &#8211; um darauf hinzuweisen, dass die Landschaft im Kreis wesentlich flacher ist als in den anderen 4 Kreisen. Der so Angesprochene verstand aber &#8220;Behördenmensch&#8221;. Als Antwort heraus kam eine lange Rechtfertigung der Tätigkeit der Behördenmitarbeiter&#8230; </p>
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		<title>Regenerative Energien: Reden und Tun unterscheiden sich erheblich!</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 18:28:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus Kreistag und Kreishaus]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Stromkonzerne]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch der Hochsauerlandkreis wirbt verschiedentlich für den Einsatz regenerativer Energien. So stehen in dem gerade (unter Mitwirkung des HSK) erschienenen Südwestfalen Kompass 1.0 (S. 70) die schönen Sätze: &#8220;Der fortschreitende Klimawandel, die kontinuierlich steigenden Weltmarktpreise für Rohöl und Erdgas sowie zusätzliche Belastungen durch den Emissionshandel legen die Reduzierung der fossilen Energieträger und die Umstellung auf [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auch der Hochsauerlandkreis wirbt verschiedentlich für den Einsatz regenerativer Energien. So stehen in dem gerade (unter Mitwirkung des HSK) erschienenen <a href="http://www.suedwestfalen.com/fileadmin/dokumente/Presseinformationen/Suedwestfalen_Kompass_1.0_kl.pdf" target="_blank"><u>Südwestfalen Kompass 1.0</u></a> (S. 70)  die schönen Sätze:</p>
<p><em>&#8220;Der fortschreitende Klimawandel, die kontinuierlich steigenden Weltmarktpreise für Rohöl und Erdgas sowie zusätzliche Belastungen durch den Emissionshandel legen die Reduzierung der fossilen Energieträger und die Umstellung auf erneuerbare Energieträger nahe. Dies macht ein konsequentes Umdenken in Fragen der Energieversorgung sowohl bei Unternehmen und Kommunen als auch bei Haushalten notwendig.&#8221;</em> Dem kann man zustimmen!</p>
<p>Aber wenn der Hochsauerlandkreis selbst gefordert ist, scheinen diese lobenswerten Ziele nicht mehr zu gelten.<br />
<span id="more-610"></span><br />
Über die verunglückte europaweite Stromausschreibung des HSK hatten wir bereits <a href="http://sbl-fraktion.de/stromkonzerne/unsinn-unkenntnis-manipulation.html" target="_blank"><u>hier</u></a> berichtet.</p>
<p>Als Landrat und Kreisverwaltung in der letzten Kreistagssitzung darauf hingewiesen wurden, dass der Kreistag im Oktober 2008 sogar beschlossen hatte, die Stromangebote nach dem wirtschaftlichsten Preis und nicht nach dem niedrigsten Preis zu bewerten, wurde mehrfach behauptet, das sei doch kein Unterschied. Sie stritten einfach ab, dass in der maßgeblichen Europäischen Vergabekoordinierungsrichtlinie (VKR) eine einschlägige Regelung enthalten sei, trotz genauer Quellenangabe seitens der SBL.</p>
<p>Daher hier noch einmal zum <a href="http://simap.europa.eu/docs/simap/nomenclature/32004l18de.pdf" target="_blank"><u>Nachlesen</u></a>:<br />
<em>&#8220;Die Zuschlagserteilung sollte auf der Grundlage objektiver Kriterien erfolgen&#8230; Dementsprechend sind nur zwei Zuschlagskriterien zugelassen: das des &#8216;niedrigsten Preises&#8217; und das des &#8216;wirtschaftlich günstigsten Angebots&#8217;&#8230; Zu diesem Zweck legen sie die wirtschaftlichen und qualitativen Kriterien fest, anhand deren das insgesamt für den öffentlichen Auftraggeber wirtschaftlich günstigste Angebot bestimmt werden kann.&#8221;</em> (Ziffer 46)</p>
<p>&#8220;<em>Öffentliche Auftraggeber, die für die technischen Spezifikationen eines Auftrags Umweltanforderungen festlegen möchten, können die Umwelteigenschaften &#8211; wie eine Produktionsmethode &#8211; und/oder Auswirkungen bestimmter Warengruppen oder Dienstleistungen auf die Umwelt festlegen.</em>&#8221; (Ziffer 29)<br />
Man hätte also problemlos &#8211; außer dem Bezugspreis &#8211; weitere Kriterien für die Auswahl der Stromlieferanten definieren können, wenn man es denn gewollt hätte!</p>
<p>Die Vergabe der Stromlieferungen war übrigens bereits vorab per Dringlichkeitsbeschluss (also ohne Entscheidung von Kreistag oder Kreisausschuss) erfolgt, obwohl die formalen Voraussetzungen für eine solchen Dringlichkeitentscheidung nicht erfüllt waren. Trotzdem wurde sie (erwartungsgemäß) vom Kreistag genehmigt. Über diesen Tagesordnungspunkt und das Abstimmungsverhalten der anderen Kreistagsfraktionen gäbe es auch noch viel Interessantes zu berichten, aber das geht leider nicht, da Vergabeangelegenheiten nicht öffentlich behandelt werden&#8230;</p>
<p>Nun hätte man ja wenigstens erwarten können, dass so eine mißglückte Vergabe für die Zukunft vermieden wird. Die SBL hatte daher beantragt festzulegen, dass bei Preisunterschieden bis zu 3% der Ökostrom als wirtschaftlicher gilt. Aber auch diese Festlegung war von der Mehrheit im Kreistag nicht gewollt. Vor der nächsten Stromausschreibung (2012 ?) darf dieses Thema dann neu diskutiert werden.</p>
<p>Dass Stromvergaben eines Kreises auch anders ablaufen können, hat vor kurzem ein Nachbarkreis bewiesen. Der Märkische Kreis hat bei seiner Stromvergabe erreicht, dass künftig 50% des bezogenen Stroms aus regenerativen Energien gewonnen werden. In einer Pressemitteilung des MK vom 07.08.2009 heißt es dazu: &#8220;Es ist erfreulich, dass die Realisierung des Ökostrombeschlusses im Kreisbauausschuss mit vertretbarem finanziellen Aufwand bereits ihn diesem Jahr erreicht werden konnte.&#8221; Dadurch werden pro Jahr 755 Tonnen CO2-Ausstoß eingespart.</p>
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		<title>Reaktion eines Ökostrom-Anbieters: &#8220;Umweltaspekte fehlen völlig&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 07:56:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Auf die von der Kreisverwaltung vorgenommene Stromausschreibung sandte ein angeschriebener Ökostromanbieter folgende E-Mail an die Sachbearbeiter im Kreishaus: &#8230;, vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider können wir an Ihrer Ausschreibung nicht teilnehmen, da sauberer und klimaschützender naturstrom etwas teurer als der preiswerteste Kohle und Kernkraftstrom ist, bei dem die anfallenden Umweltkosten zur Zeit einfach auf [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auf die von der Kreisverwaltung vorgenommene Stromausschreibung sandte ein angeschriebener Ökostromanbieter folgende E-Mail an die Sachbearbeiter im Kreishaus:</p>
<p><em>&#8230;,</p>
<p>vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider können wir an Ihrer Ausschreibung nicht teilnehmen, da sauberer und klimaschützender naturstrom etwas teurer als der preiswerteste Kohle und Kernkraftstrom ist, bei dem die anfallenden Umweltkosten zur Zeit einfach auf andere und auf die Zukunft &#8220;abgewälzt&#8221; werden.</p>
<p>In Ihren Ausschreibungskriterien wird bei der Bewertung der Angebote leider nur der niedrigste Preis mit 100 % gewertet, Umweltaspekte fehlen völlig.</p>
<p>Auch Ihre Bearbeitungsgebühr von 30,- € halten wir für nicht gerechtfertigt, da unser Arbeit für die Erstellubng der Angebote auch nicht vergütet wird.</p>
<p>Bitte überdenken Sie in Ihren entsprechenden Gremien diese beiden Punkte, gern würden wir bei verbesserten Ausschreibungsbedingungen bei der nächsten Ausschreibung mitmachen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
&#8230;</em></p>
<p>Weitere Informationen zu der Stromausschreibung finden sich bereits unter <a href="http://sbl-fraktion.de/stromkonzerne/unsinn-unkenntnis-manipulation.html">http://sbl-fraktion.de/stromkonzerne/unsinn-unkenntnis-manipulation.html</a> Wie skandalös die Art der Ausschreibung am Freitag im Kreistag &#8220;verteidigt&#8221; wurde, darauf kommen wir noch zurück!</p>
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		<title>Unsinn? Unkenntnis? Manipulation?</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 05:49:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Falls man als Kommunalpolitiker nach jahrzehntelanger Erfahrung glauben sollte, es könne einen nichts mehr überraschen: falsch! Den Beweis lieferte jetzt mal wieder die Kreisverwaltung des HSK. Sie ließ eine europaweite Stromausschreibung veröffentlichen, die für jeden hier nachlesbar ist. Dort werden auf 6 Seiten 5 Lose für die Stromlieferung von insgesamt ca. 70 Mio kwh ausgeschrieben, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Falls man als Kommunalpolitiker nach jahrzehntelanger Erfahrung glauben sollte, es könne einen nichts mehr überraschen: falsch! Den Beweis lieferte jetzt mal wieder die Kreisverwaltung des HSK. Sie ließ eine europaweite Stromausschreibung veröffentlichen, die für jeden <a href="http://www.switch-on.info/pdf/09-06-30_Bekanntmachung_erschienen.pdf"><span style="text-decoration: underline;">hier</span></a> nachlesbar ist. Dort werden auf 6 Seiten 5 Lose für die Stromlieferung von insgesamt ca. 70 Mio kwh ausgeschrieben, für die Jahre 2010 bis 2012.</p>
<p>Am Ende der Ziffer II.1.5. findet sich der schöne Satz: &#8220;Ein Nebenangebot zur Ökostromlieferung gemäß den Vorgaben der Leistungsbeschreibung ist möglich.&#8221; Dafür ist dann nachzuweisen, dass der zu liefernde Strom zu 100% aus regenerativen Energiequellen (z.B. Windkraft, Wasserkraft, Biomasse) stammt. Die Anforderung von Angeboten für die Lieferung von Ökostrom geht auf einen Antrag der SBL-Fraktion zurück, der im Oktober 2008 im Kreistag behandelt wurde.</p>
<p>Nun dienen Nebenangebote in Ausschreibungen normalerweise dazu, dass preisgünstige Abweichungen von der ursprünglich vorgesehenen Ausführungsart mit angeboten werden können.<br />
<span id="more-602"></span><br />
Der Anbieter muß nachweisen, dass die Alternative technisch gleichwertig ist. Ein typisches Beispiel für Nebenangebote ist die Verwendung von Recyclingmaterial bei Baumaßnahmen. Bei der Vergabe wird geprüft, ob das Nebenangebot gewertet werden kann; dann kommt der günstigere Preis in die Bewertung.</p>
<p>Entlarvend ist aber das aber in dieser Ausschreibung (Ziffer IV.2.1) genannte Zuschlagskriterium: &#8220;Wirtschaftlich günstigstes Angebot in Bezug auf die nachstehenden Kriterien: 1. niedrigste Brutto &#8211; Jahresstrombezugskosten. Gewichtung: 100.&#8221;<br />
Für die Vergabe soll also einzig und allein der Bezugspreis maßgeblich sein.</p>
<p>Da fragt sich selbst der Ausschreibungs-Laie: Wieso soll ein Bieter ein Nebenangebot für eine Leistung mit erhöhtem Aufwand abgeben, wenn am Ende doch nur der Preis entscheidet? Hat die Verfasserin der Ausschreibung vielleicht schon einmal etwas davon gehört, dass bei der Vergabe von Stromaufträgen auch Nachhaltigkeitskriterien relevant sein könnten? Das Umweltbundesamt (UBA) hat fundierte Hinweise veröffentlicht, wie man Stromausschreibungen rechtssicher gestalten kann, so dass nicht zu 100% nach dem Bezugspreis bewertet wird. Eine Übersicht steht <a href="http://www.umweltbundesamt.de/produkte/beschaffung/technische_gebauedeausruestung/oekostrom.html"><span style="text-decoration: underline;">hier</span></a>. Insbesondere die <a href="http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/oekostrombroschuere.pdf"><span style="text-decoration: underline;">Broschüre</span></a> über die europaweite Ausschreibung von Ökostrom ist sehr hilfreich. Die Lektüre des Abschnittes über die Zuschlagskriterien (S. 45/46) ist dringend zu empfehlen&#8230; Daraus ergibt sich z.B., dass gemäß der &#8220;Europäischen Vergabekoordinierungsrichtlinie&#8221; (VKR) für die Ermittlung des &#8220;wirtschaftlichsten Angebots&#8221; nicht allein der Preis entscheidend ist, sondern auch andere Kriterien, z.B. Umwelteigenschaften. Beim Kriterium Preis reicht es aus, wenn es nur zu 30% in die Bewertung eingeht.</p>
<p>Denn die mit der Ausschreibung der Kreisverwaltung behauptete Wirtschaftlichkeit ist eine Luftnummer: Auf Dauer werden für uns alle die Folgekosten der CO2-Belastung viel höher sein als geringfügige Unterschiede im Bezugspreis für Strom! Fast überall ist man sich mittlerweile darüber einig, dass die CO2-Belastung reduziert werden muss. Aber die Kreisverwaltung möchte Stromaufträge für viele Millionen Euro selbst dann an Anbieterr vergeben, die den Strom aus fossilen Brennstoffen oder Atomenergie erzeugen, wenn der Preisunterschied nur wenige Euro beträgt.</p>
<p>So gibt diese Ausschreibung überhaupt keinen Sinn. Wenn man Nebenangebote für Ökostrom einfordert, muss man sie auch anders bewerten als Atomstrom und geringfügige Preisunterschiede akzeptieren. Sonst braucht man überhaupt keine Nebenangebote anzufordern, sondern kann gleich alles &#8220;in einen Topf&#8221; werfen. Das UBA empfiehlt: &#8220;Für eine europaweite Ausschreibung der Stromlieferung empfiehlt es sich, Nebenangebote ausdrücklich auszuschließen.&#8221; Diese Strom-Ausschreibung der Kreisverwaltung ist genau so, als wenn jemand die Lieferung eines Fahrzeugs ausschreiben würde, als Nebenangebote die Lieferung von Hybrid- oder Gasantrieben zuließe und trotzdem den Preis als alleiniges Entscheidungskriterium nähme.</p>
<p>Was hat sich die Kreisverwaltung bei ihrem Strom-Ausschreibungstext bloß gedacht????<br />
Diese Ausschreibung sollte umgehend aufgehoben werden!</p>
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		<title>RWE-Aktien: Dortmunder Rat wird übergangen</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 00:41:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus Kreistag und Kreishaus]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Stromkonzerne]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Hochsauerlandkreis war es ja wenigstens noch gelungen, dass der Kreistag sich überhaupt mit dem Kauf von RWE-Aktien für 30 Mio Euro von der WestLB befaßt hat. Die Debatte und Entscheidung wurden allerdings nichtöffentlich geführt &#8211; und die gefaßte Kaufentscheidung ist höchst fragwürdig. Darüber wurde mehrfach auf diesen Seiten berichtet, z.B. klick, klack, klock und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Hochsauerlandkreis war es ja wenigstens noch gelungen, dass der Kreistag sich überhaupt mit dem Kauf von RWE-Aktien für 30 Mio Euro von der WestLB befaßt hat. Die Debatte und Entscheidung wurden allerdings nichtöffentlich geführt &#8211; und die gefaßte Kaufentscheidung ist höchst fragwürdig. Darüber wurde mehrfach auf diesen Seiten berichtet, z.B. <a href="http://sbl-fraktion.de/aus-dem-kreistag/klage-gegen-den-landrat-nichtoffentliche-beratung-des-30-mio-aktienkaufs-verstost-gegen-transparenz.html" target="_blank"><u>klick</u></a>, <u><a href="http://sbl-fraktion.de/stromkonzerne/kreis-gibt-30-mio-euro-fur-weitere-rwe-aktien-aus.html" target="_blank">klack</a></u>, <a href="http://sbl-fraktion.de/uncategorized/ovg-akzeptiert-nichtoffentlichkeit-der-entscheidung-uber-kauf-der-rwe-aktien-aber-nicht-aus-den-vom-landrat-genannten-grunde.html" target="_blank"><u>klock</u></a> und <a href="http://sbl-fraktion.de/uncategorized/sbl-fuhrt-klageverfahren-gegen-rwe-aktienkauf-nicht-weiter.html" target="_blank"><u>kluck</u></a>. Alle Artikel zu diesem Thema finden sich in der Kategorie &#8220;Stromkonzerne&#8221; (s. Navigationsleiste rechts unten).</p>
<p>Noch fragwürdiger geht es allerdings in der Stadt Dortmund zu. Hier wurde der Rat übergangen, denn der Noch-Oberbürgermeister Langemeyer (SPD) und der CDU-Fraktionsvorsitzende Hengstenberg beschlossen per &#8220;Dringlichkeitsentscheidung&#8221;, dass die Dortmunder Stadtwerke sich mit 103 Mio Euro an diesem Aktiendeal beteiligen. Der Rat soll erst in seiner Sitzung am 26.11.2009 (!!) an dieser Entscheidung beteiligt werden. Bis dahin ist das Geschäft längst abgewickelt und der neue Rat im Amt. </p>
<p>Das Verfahren der Dringlichkeitsentscheidung durch das Stadtoberhaupt und ein weiteres Ratsmitglied darf nur dann angewandt werden, wenn eine Entscheidung so dringend ist, dass sie innerhalb der Ladungsfrist für eine Ratssitzung gefällt werden muss und sogar nicht einmal der Hauptausschuss vorher zu einer Sondersitzung einberufen werden kann. Diese Voraussetzungen sind hier zweifelsfrei nicht erfüllt. Wenn in der hochverschuldeten Stadt Dortmund mehr als 100 Mio Euro auf diese Weise ausgegeben werden, wachsen die Zweifel an der Seriösität dieses Aktiendeals weiter. Vielleicht hat ja eine der kleinen Fraktionen in Dortmund den Mut, dagegen vorzugehen&#8230;</p>
<p>Weitere Infos gibt es:<br />
in der <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/staedte/dortmund/2009/8/22/news-130157422/detail.html" target="_blank"><u>WAZ</u></a><br />
und im <a href="http://www.dortmund09.de/?p=318" target="_blank"><u>Blog von Claudia Schare aus Aplerbeck</u></a></p>
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		<item>
		<title>SBL setzt Klageverfahren gegen RWE-Aktienkauf nicht fort</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Aug 2009 11:56:13 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Stromkonzerne]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 16.07. hat das Oberverwaltungsgericht in Münster über den Antrag der SBL-Fraktion auf Erlaß einer Einstweiligen Anordnung entschieden. Es ging dabei um die Nichtöffentlichkeit der Beratung im Kreistag über den Kauf der RWE-Aktien von der WestLB. Falls der Antrag erfolgreich gewesen wäre, wäre der Beschluß des Kreistags, für 30 Mio RWE-Aktien zu kaufen, nichtig. Wie [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 16.07. hat das Oberverwaltungsgericht in Münster über den Antrag der SBL-Fraktion auf Erlaß einer Einstweiligen Anordnung entschieden. Es ging dabei um die Nichtöffentlichkeit der Beratung im Kreistag über den Kauf der RWE-Aktien von der WestLB. Falls der Antrag erfolgreich gewesen wäre, wäre der Beschluß des Kreistags, für 30 Mio RWE-Aktien zu kaufen, nichtig.</p>
<p>Wie bereits berichtet, wurde der Antrag abgelehnt. Sowohl das OVG als auch vorher das Verwaltungsgericht (VG) Arnsberg haben sich in ihren Beschlüssen aber nicht nur zur beantragten Einstweiligen Anordnung geäußert, sondern auch zur Sache selbst. In der Regel erfolgt bei den Verfahren über Einstweilige Anordnungen nur eine summarische Prüfung des Sachverhalts; es geht vor allem darum, ob die Ausführung eines Beschlusses nicht umkehrbare Folgen hätte.</p>
<p>Normalerweise würde sich jetzt ein sog. Hauptsacheverfahren anschließen, zunächst beim VG und dann evtl. beim OVG. Wegen der Festlegungen des Senats ist hier aber kein anderes Ergebnis als im bisherigen Verfahren zu erwarten. Eine Fortsetzung des Verfahrens würde zu unnötigen Kosten führen, insbesondere für den Kreis. Daher hat die SBL-Kreistagsfraktion dem Gericht Anfang letzter Woche mitgeteilt, dass die Klage nicht weiter verfolgt wird.</p>
<p>Trotzdem war das eingeleitete Verfahren nicht überflüssig.<br />
<span id="more-576"></span><br />
Denn es hat sich gezeigt, dass die erheblichen Bedenken gegen die Argumentation des Landrats und seiner Kreisverwaltung zu Recht bestehn. In der Begründung des OVG für seine Entscheidung findet sich von den Argumenten aus dem Kreishaus nichts wieder; näheres steht <strong>hier</strong><a href="http://sbl-fraktion.de/uncategorized/ovg-akzeptiert-nichtoffentlichkeit-der-entscheidung-uber-kauf-der-rwe-aktien-aber-nicht-aus-den-vom-landrat-genannten-grunde.html">. Das OVG hat statt dessen eine völlig neue Begründung eingebracht. Über die Motivation kann man spekulieren&#8230; Landrat und Kreisverwaltung können also mit der Entscheidung des OVG zufrieden sein, aber es ist nicht ihr Verdienst, und sie sollten intensiv über ihren Umgang mit dem Kreistag und den Fraktionen nachdenken. </p>
<p>Ähnliches gilt für das VG Arnsberg. Es hatte sich in seinem Beschluß in der 1. Instanz auf eine andere Entscheidung des OVG bezogen, die in der Begründung des VG sogar fünfmal zitiert wurde. Wir halten diesen Beschluß im konkreten Fall für nicht anwendbar. Dieser Auffassung scheint auch das OVG zu sein, denn in dessen Beschluss kommt die vom VG herangezogene OVG-Entscheidung kein einziges Mal vor&#8230;</p>
<p>Bleibt also zu hoffen, dass sich die Kreistagsmitglieder in Zukunft nicht mehr mit solchen Angelegenheiten befassen müssen!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>OVG akzeptiert Nichtöffentlichkeit der Entscheidung über Kauf der RWE-Aktien &#8211; aber nicht aus den vom Landrat genannten Gründen</title>
		<link>http://sbl-fraktion.de/?p=561</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 21:23:25 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Aus Kreistag und Kreishaus]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Stromkonzerne]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute (am 16.07.) hat die SBL-Kreistagsfraktion die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster (OVG) zum Antrag erhalten, eine Einstweilige Anordnung gegen den Landrat wegen der Nichtöffentlichkeit des Kreistags-Beschlusses über den Kauf der RWE-Aktien zu erlassen. Der Antrag wurde abgelehnt (15 B 945/09). Damit war nach einer Mitteilung des OVG-Senats vom 14.07. zu rechnen. Es fällt aber auf, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute (am 16.07.) hat die SBL-Kreistagsfraktion die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster (OVG) zum Antrag erhalten, eine Einstweilige Anordnung gegen den Landrat wegen der Nichtöffentlichkeit des Kreistags-Beschlusses über den Kauf der RWE-Aktien zu erlassen. Der Antrag wurde abgelehnt (15 B 945/09). Damit war nach einer Mitteilung des OVG-Senats vom 14.07. zu rechnen.</p>
<p>Es fällt aber auf, dass sich in dem Beschluss des OVG die von Landrat und Verwaltung vor und in der Kreistagssitzung sowie gegenüber dem Verwaltungsgericht genannten Gründe nicht wiederfinden. Das OVG hat statt dessen eine völlig neue Begründung eingebracht. </p>
<p><span id="more-561"></span><br />
Ihr Inhalt unterscheidet sich übrigens auch erheblcih von den Ausführungen des Verwaltungsgerichts Arnsberg im vorhergehenden Verfahren.</p>
<p>Im einzelnen:<br />
Der Landrat und die Verwaltung hatten zur Begründung für die nichtöffentliche Beratung angeführt, dass der Tagesordnungspunkt über den Aktienkauf nicht öffentlich erörtert werden müßte wegen dieser möglichen Inhalte der Beratung:<br />
&#8211; schützenswerte Interessen Einzelner<br />
&#8211; Preisfindung bei der WestLB<br />
&#8211; Stückpreis je Aktie<br />
&#8211; Anzahl der zu kaufenden Aktien<br />
&#8211; Zeitpunkt des Aktienkaufs<br />
&#8211; Geschäftspolitik der WestLB<br />
&#8211; Schutz der Kreistagsmitglieder vor Druck der Öffentlichkeit bei Meinungsbildung und Entscheidungsfindung (!!)<br />
&#8211; Zusicherung der Vertraulichkeit durch die Vertreter des Kreises gegenüber anderen Beteiligten<br />
&#8211; des Ergebnisses des von den VEW-Altaktionären eingeleiteten Spruchstellenverfahrens beim LG Dortmund<br />
&#8211; Gewährung eines verzinslichen Gesellschafterdarlehns vom HSK an die KEB Holding.</p>
<p>All dies hat offenbar auch das OVG nicht überzeugt, sonst hätte sich der Senat kaum die Mühe gemacht, seine Entscheidung ganz anders zu begründen. Darin heißt es nun sinngemäß, dass die Verhandlungsposition des Kreises gegenüber den Partnern für die noch laufenden Vergleichsverhandlungen (?) durch eine öffentliche Beratung und Entscheidungsfindung geschwächt und dadurch das &#8220;Gemeinwohl&#8221; gefährdet werden konnte. Für den OVG-Senat geht also nur um die möglicherweise schädliche Offenlegung der Verhandlungstaktik, wenn der Kreistag seinen Vertretern in den Gremien der anderen Gesellschaften Aufträge erteilen würde!</p>
<p>Nun wurde den Kreistagsmithgliedern jedoch in der Sitzungsvorlage und im Beschlußvorschlag mehrfach ein fertiges &#8220;Verhandlungsergebnis&#8221; genannt, dessen Beeinflussung überhaupt nicht zur Debatte stand. Es ging im Kreistag also &#8220;nur&#8221; um Annahme oder Ablehnung dieses einen Vorschlags. Aber bei diesem Tagesordnungspunkt &#8211; wie bei jedem anderen im Kreistag beratenen Thema &#8211; ist selbstverständlich theoretisch nicht mit letzter Sicherheit auszuschließen, dass der Kreistag der Verwaltung den Auftrag erteilt, neu zu verhandeln. Mit dieser Begründung läßt sich künftig übrigens fast jedes Thema in den nicht öffentlichen Sitzungsteil schieben, denn fast immer könnte der Kreistag theoretisch der Verwaltung den Auftrag erteilen, irgendeinen Vertrag zu ändern, der entfernt mit dem Thema zu tun hat. Das fängt z.B. an beim Neubau einer Rettungswache, wo es immer auch ein Grundstück betroffen ist, geht über irgendeinen Wirtschaftsplan eines kreiseigenen Betriebes, der auch Personalkosten enthält, bis hin zu einem Tourismuskonzept, über das mit Partnern verhandelt werden muß und vielen weiteren Themen!</p>
<p>Die zuvor vom Verwaltungsgericht als Begründung herangezogene (unpassende) OVG-Entscheidung zur &#8211; weitgehend öffentlichen! &#8211; Beratung eines Stadtrats über eine Sparkassenfusion (15 A 817/04 vom 02.05.2006) findet beim OVG selbst keine Erwähnung mehr; auch das läßt tief blicken&#8230;</p>
<p>Sehr bemerkenswert im Beschluß des Senats ist die ausdrückliche Feststellung, dass der Tagesordnungspunkt in der Kreistagssitzung &#8220;in der Tat weder selbst noch was die Diskussion dazu betrifft, etwas Geheimhaltungsbedürftiges enthält&#8221;! Wen wundert&#8217;s? Zumindest kann der Landrat jetzt endlich die Fragen beantworten, die ein Bürger aus Meschede zu Beginn der letzten Kreistagssitzung in der Einwohnerfragestunde an ihn gestellt hat, ohne dass sie beantwortet wurden.</p>
<p>Fazit:<br />
Mit dem Ergebnis (und darauf kommt es letzlich an) können Landrat, Verwaltung und diejenigen, die im Kreistag für die nichtöffentliche Beratung des Aktienkaufs gestimmt haben, zufrieden sein. Über ihre Gründe sollten sie noch einmal nachdenken, denn denen ist auch das OVG nicht gefolgt&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wo liegen die Motive für den Kauf von RWE-Aktien für 30 Mio Euro?</title>
		<link>http://sbl-fraktion.de/?p=553</link>
		<comments>http://sbl-fraktion.de/?p=553#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 03:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus Kreistag und Kreishaus]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Stromkonzerne]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://sbl-fraktion.de/?p=553</guid>
		<description><![CDATA[In den Samstagsausgaben von WP und WR wurde auf den Lokalseiten im Hochsauerlandkreis &#8211; als redaktioneller Beitrag &#8211; eine Pressemitteilung der Kreisverwaltung abgedruckt [http://www.hochsauerlandkreis.de/presse/2008/presseservice734113.php]. Dazu haben die Lokalredaktionen von WP und WR im Hochsauerlandkreis einen Leserbrief erhalten: Bei dem Beitrag auf der Sauerlandseite der Samstagsausgabe handelt es sich um den Abdruck einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>In den Samstagsausgaben von WP und WR wurde auf den Lokalseiten im Hochsauerlandkreis &#8211; als redaktioneller Beitrag &#8211; eine Pressemitteilung der Kreisverwaltung abgedruckt [http://www.hochsauerlandkreis.de/presse/2008/presseservice734113.php].<br />
Dazu haben die Lokalredaktionen von WP und WR im Hochsauerlandkreis einen Leserbrief erhalten:<br />
</em></p>
<p>Bei dem Beitrag auf der Sauerlandseite der Samstagsausgabe handelt es sich um den Abdruck einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung. In ihr wird über einige wenige Details des vom Kreistags mehrheitlich beschlossenen Erwerbs von RWE-Aktien für 30 Mio Euro von der WestLB berichtet. Sehr ungewöhnlich war die Beschlussfassung über diesen Aktienkauf in nichtöffentlicher Sitzung des Kreistags. Denn der Kreistag tagt grundsätzlich öffentlich; der Ausschluß der Öffentlichkeit ist nur in wenigen Ausnahmefällen zulässig. Bei der Beratung von Beteiligungsangelegenheiten ist kein Grund für die Nichtöffentlichkeit erkennbar; alle relevanten Daten müssen sowieso in dem jährlich vorzulegenden Beteiligungsbericht des Kreises veröffentlicht werden oder sind aus der Jahresrechnung des Kreises zu entnehmen.<br />
<span id="more-553"></span><br />
Da es sich beim Kauf eines 30-Mio-Euro-Aktienpakets von der Westdeutschen Landesbank um eine sehr bedeutsame Angelegenheit handelt, hat die SBL-Kreistagsfraktion beim VG Arnsberg eine Klage gegen die nichtöffentliche Behandlung dieses TOP eingereicht.</p>
<p>Im Dortmunder Raum sind mehrere Presseberichte zu diesem Aktienhandel erschienen. Aus ihnen geht hervor, dass es beim Kauf des RWE-Aktienpakets durch den Hochsauerlandkreis und andere kommunale Partner möglicherweise auch um andere Aspekte als die Sicherung der Pensionen der Beamten des Hochsauerlandkreises gegangen sein könnte. So wurde in den Ruhrnachrichten vom 24.06. berichtet, Hintergrund sei, dass sich die „marode WestLB“ „von ihren 2,9 Mio RWE-Aktien trennen“ wolle. Laut der WAZ vom 24.06. geht es bei dem beabsichtigen Geschäft „um die Sicherung von Einfluß und Erträgen“. In Welt-Online erschien am 24.06. ein Beitrag eines Redakteurs aus dem Ruhrgebiet unter der Überschrift „Gewagte Manöver der RWE-Anteilseigner“. </p>
<p>Weil „immer mehr Kommunen ihre freien Aktien“ verkauft hätten, seien die kommunalen Anteile an RWE „deutlich unter 25 Prozent gesackt“. Schon jetzt versuche „die Kapitalseite im RWE-Aufsichtsrat, den Einfluss der Kommunen im Konzern zu begrenzen… Um ihren Einfluss zu sichern, versuchen die Kommunen trotz klammer Kassen, die frei werdenden Aktien der WestLB im eigenen Einflussbereich zu halten… Im nächsten Schritt sollen die Stadt Dortmund, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe sowie der Hochsauerlandkreis über kommunale Tochterfirmen die Aktien erwerben“.</p>
<p>Wo also liegen die Gründe für den Aktienkauf? Eine öffentliche Erörterung könnte zu interessanten Ergebnissen führen…</p>
<p>Aus Sicht der SBL-Fraktion stellt dieser Aktienhandel sowohl ein nicht zu verantwortendes finanzielles Risiko als auch eine strategisch falsche Option dar. Der Kurs der RWE-Aktie lag im Januar 2008 um 75% höher als im Juni 2009. Derartige Risiken sollten bei der Anlage öffentlicher Gelder nicht eingegangen werden. Die erhofften Dividendenerträge lassen sich nicht ohne Kursrisiken betrachten und sind keineswegs sicher. Die Aussage der Kreisverwaltung in ihrer Pressemitteilung, es handele sich um „eine gegenüber herkömmlichen Anlageformen ertragreiche Finanzanlage“, ist daher sehr fragwürdig. Besonders bedenklich ist, dass Aktien für einen solch hohen Betrag von einem einzigen Unternehmen erworben werden. Gleichzeitig darf nicht übersehen werden, dass die 12 kreisangehörigen Städte und Gemeinden vom Kreis verpflichtet wurden, noch etwa 26 Mio Euro Altfehlbeträge des Kreises durch erhöhte Umlagezahlungen an den Kreis zu finanzieren. Dabei hat sich die Finanzlage der Kommunen in letzter Zeit dramatisch verschlechtert!</p>
<p>„Viele Städte trennen sich von ihren RWE-Aktien“ (Ruhrnachrichten vom 24.06.). Die RWE als riesiger Energiekonzern wird sich kaum an den Bedürfnissen des Hochsauerlandes orientieren. Mehrere Gemeinden im Kreisgebiet sind dabei, die Strom- oder Gasversorgung von RWE unabhängig zu gestalten. Die Zukunft liegt in regenerativen Energien; unsere Region bietet hervorragende Voraussetzungen für die Energiegewinnung aus Wind- und Wasserkraft sowie aus Biomasse (Holz). Soll es etwa demnächst heißen, dass durch die Genehmigung eines Windparks die Pensionen der Kreis-Beamten gefährdet werden, weil dann der Ertrag und Kurs der RWE-Aktien unter Druck geraten?</p>
<p>Reinhard Loos, Brilon<br />
SBL-Kreistagsfraktion</p>
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		<title>Klage gegen den Landrat: Nichtöffentliche Beratung des 30-Mio-Aktienkaufs verstößt gegen Transparenz</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 12:25:22 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Aus Kreistag und Kreishaus]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[Normalerweise finden Kreistagssitzungen öffentlich statt. Ein Ausschluß der Öffentlichkeit ist nur in wenigen Ausnahmefällen zulässig, z.B. bei Personalangelegenheiten. Für die am letzten Freitag stattfindende Kreistagssitzung hatte der Landrat jedoch einen besonders markanten Tagesordnungspunkt für den nichtöffentlichen Sitzungsteil angesetzt: Es ging um den Erwerb von RWE-Aktien im Wert von 30 Mio Euro, diese Aktien gehören bisher [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Normalerweise finden Kreistagssitzungen öffentlich statt. Ein Ausschluß der Öffentlichkeit ist nur in wenigen Ausnahmefällen zulässig, z.B. bei Personalangelegenheiten. Für die am letzten Freitag stattfindende Kreistagssitzung hatte der Landrat jedoch einen besonders markanten Tagesordnungspunkt für den nichtöffentlichen Sitzungsteil angesetzt: Es ging um den Erwerb von RWE-Aktien im Wert von 30 Mio Euro, diese Aktien gehören bisher der WestLB. Zu Beginn der Kreistagssitzung sprach sich dann nach heftiger Diskussion auch die Mehrheit des Kreistags für die Nichtöffentlichkeit aus.</p>
<p>Die SBL hält dies nicht für zulässig. Denn die Öffentlichkeit der Sitzungen gehört zu den wichtigsten demokratischen Grundprinzipien; andernfalls wäre die Arbeit des Kreistags nicht mehr transparent. Beim Kauf der RWE-Aktien ist nicht erkennbar, welche schützenswerten Interessen eine öffentliche Diskussion dieses ungewöhnlichen Vorhabens zwingend verhindern müssen. Es besteht aber erheblicher Informationsbedarf bei Bürgerinnen und Bürgern sowie bei den kreisangehörigen Städten und Gemeinden, warum der Kreis einen so hohen Betrag für einen Aktienkauf aufwenden will.<br />
<span id="more-549"></span><br />
Diese Aktien haben ein sehr hohes Kurs- und Renditerisiko, und der Kreis muß das ihm anvertraute Geld sorgfältig verwalten. Viele andere Städte und Gemeinden haben in den letzten Jahren sehr schlechte Erfahrungen mit risikoreichen Geldanlagen gemacht. Außerdem bestehen erhebliche Zweifel, ob RWE der richtige Partner für eine solche Geldanlage ist; im Bereich der erneuerbaren Energien würden sich andere Partner anbieten..</p>
<p>Der Kreis möchte sich in den nächsten Jahren mehr als 25 Mio Euro seiner Altfehlbeträge durch eine zusätzliche Umlage von den Städten und Gemeinden erstatten lassen. Die Finanzlage der Kommunen ist neuerdings sehr schlecht, und der Kreis hätte mit den nun für den Aktienkauf geplanten Mitteln die Gemeinden von den zusätzlichen Belastungen für die Altfehlbeträge befreien können.</p>
<p>Wegen der Nichtöffentlichkeit dieses Tagesordnungspunktes hat die SBL-Kreistagesfraktion  beim Verwaltungsgericht Arnsberg eine Klage gegen den Landrat eingereicht. Mit einer gleichzeitig beantragten Einstweiligen Anordnung soll verhindert werden, dass der Beschluß zum Kauf der RWE-Aktien umgesetzt wird, bevor über die Frage der öffentlichen Behandlung entschieden ist.</p>
<p>Man könnte den Eindruck gewinnen, dass die Mehrheit des Kreistags eine öffentliche Diskussion über eine sehr umstrittene Geldanlage verhindern wollte. Ein Grund für den Aktienkauf könnte die angestrebte Entlastung der stark angeschlagenen WestLB sein. Leider hat der NRW-Ministerpräsident im August 2007 verhindert, dass die WestLB mit der Baden Württembergischen Landesbank als starker Partnerin den Weg aus der Krise fand. Nun hat sich die Lage der WestLB erneut deutlich verschlechtert. Rettungsaktionen für die WestLB gehören aber nicht zu den Aufgaben des Hochsauerlandkreises.</p>
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		<title>Kreis gibt 30 Mio Euro für weitere RWE-Aktien aus</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 00:25:47 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Aus Kreistag und Kreishaus]]></category>
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		<description><![CDATA[Trotz aller vorgetragenen Bedenken entschied der Kreistag am 26.06. mit Mehrheit, den Kauf der RWE-Aktien von der WestLB nur in nichtöffentlicher Sitzung zu behandeln. Der Kreistag tagt in der Regel öffentlich; ein Ausschluß der Öffentlichkeit ist nur in wenigen Ausnahmefällen zulässig. Die vom Landrat als Begründung angeführten „schützenswerten Interessen Einzelner“ können wir weit und breit [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz aller vorgetragenen Bedenken entschied der Kreistag am 26.06. mit Mehrheit, den Kauf der RWE-Aktien von der WestLB nur in nichtöffentlicher Sitzung zu behandeln. Der Kreistag tagt in der Regel öffentlich; ein Ausschluß der Öffentlichkeit ist nur in wenigen Ausnahmefällen zulässig. Die vom Landrat als Begründung angeführten „schützenswerten Interessen Einzelner“ können wir weit und breit nicht erkennen. Außerdem ist der Landrat gesetzlich verpflichtet, jährlich einen Bericht über alle Beteiligungen mit detaillierten Angaben zu veröffentlichen, in dem auch die Einzelheiten zu dem nun beschlossenen Aktienkauf enthalten sein müssen; dann müssen die Fakten sowieso offen gelegt werden. </p>
<p>Wir halten die Nichtöffentlichkeit dieses Tagesordnungspunktes für rechtswidrig. Es könnte der Eindruck entstehen, dass sich einige der Beteiligten der öffentlichen Diskussion entziehen wollten.<br />
Da es sich beim Erwerb eines 30-Mio-Euro-Aktienpakets um eine außergewöhnlich bedeutsame Entscheidung des Kreistages handelt, werden wir gegen den Ausschluß der Öffentlichkeit vorgehen und die Rechtmäßigkeit klären lassen. Dieses Verfahren richtet sich aber nur gegen den Landrat und gegen keinen anderen der an der Abstimmung Beteiligten.</p>
<p>Vorläufig können wir jedoch weder über den Inhalt der von der Verwaltung erstellten Beschlußvorlage noch über den Verlauf der Sitzung berichten, sondern nur über die Position der SBL-Fraktion. Hinsichtlich der Angaben zum Sachverhalt verwenden wir nur Zitate aus öffentlich zugänglichen Quellen. </p>
<p>Warum wir gegen den 30-Mio-Euro-Kauf von RWE-Aktien sind:</p>
<p><span id="more-544"></span></p>
<p>•	Aktien sind eine sehr risikoreiche Geldanlage: Der RWE-Kurs stand am 25.06.2009 bei ca. 56 Euro, im Januar 2008 aber noch bei 98 Euro. Die RWE-Aktien waren also vor 17 Monaten noch 75% mehr wert als jetzt, und es bestehen keine Anzeichen, dass sich diese Entwicklung umkehren könnte. Der Kreis, der sein Geld überwiegend von den Bürgerinnen und Bürgern sowie von den kreisangehörigen Gemeinden erhält, muss damit wesentlich vorsichtiger umgehen als Privatleute und Unternehmen. Viele Städte und Kreise, die in den letzten Jahren risikoreiche Geldanlagen gewählt haben, haben dadurch hohe Verluste erlitten, z.B. die Stadt Hagen etwa 50 Mio Euro.<br />
•	Zwar zahlt RWE aktuell eine hohe Rendite von 4,50 Euro je Aktie, aber es ist sehr ungewiss, ob das so bleibt. Und die Rendite ist gering im Vergleich zu den geschilderten hohen Kursrisiken.<br />
•	Laut „WELT Online“ vom 24.06.2009 muss die WestLB bis Ende Juni rund 3,4 Mio. Aktien verkaufen. Der Wert der Papiere liegt bei rund 190 Mio. Euro. Verkauft werden soll laut diesem Pressebericht an den Hochsauerlandkreis, die Stadt Dortmund und den Landschaftsverband. Der Verkauf soll zwar mit einem Preisabschlag von 35 Mio Euro erfolgen; dadurch werden die hohen Risiken aber nicht ausgeglichen. Und der sehr enge Zeitraum von wenigen Tagen für die Entscheidung und Abwicklung sorgt für großes Misstrauen.<br />
•	Es ist sehr bedenklich und schafft unnötige Abhängigkeiten, wenn Aktien nur von einem einzigen Unternehmen erworben werden.<br />
•	Auch unter strategischen Gesichtspunkten ist eine hohe Beteiligung bei RWE falsch. Meschede, Bestwig und Olsberg bauen eine eigene Stromversorgung auf, und auch in anderen Städten bestehen konkrete Überlegungen, sich von RWE unabhängig zu machen.<br />
•	Laut der Aussage eines CDU-Ratsmitglieds am 24.06. im Rat der Stadt Brilon soll der Aktienkauf erfolgen, damit der Kreis Geld für einen Pensionsfonds anlegt. Bedeutet dies, dass man künftig die Pensionen der Beamten des Kreises gefährdet, wenn man ein Windrad baut, weil dann der Absatz konventionellen Stroms und damit der Wert der RWE-Aktien sinkt? Außerdem ist die Zukunft der Beamtenpensionen sehr ungewiß (vgl. die Aussage des Renten- und Wirtschaftsexperten Prof. Bert Rürup in der „Rheinischen Post“ vom 26.06.2009). Wegen der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise gibt es derzeit dringendere finanzielle Probleme zu lösen als 30 Mio Euro in Aktien zu parken.<br />
•	Wer soll dem Kreis die Aktien abkaufen und zu welchem Preis, wenn der Kreis demnächst wegen Änderung des Pensionssystems oder aus finanziellen Gründen einen Käufer für die RWE-Aktien benötigt?<br />
•	Laut Bericht in „WAZ“ vom 24.06.2009 soll der Aktienkauf auch erfolgen, um den Mindestanteilssatz, ab dem die kommunalen Aktionäre durch das sog. Schachtelprivileg Gewerbesteuer sparen, zu halten. Derzeit liegt die untere Grenze für das Schachtelprivileg bei 15%. Bis 2007 lag sie nur bei 10%. Von der Vorlage des Gesetzentwurfs bis zur Beschlussfassung durch den Deutschen Bundestag über die Anhebung dieses Mindestsatzes um die Hälfte hat es 2007 nur 2 Tage gedauert.  Der Bundestag könnte also – angesichts der aktuellen Finanzknappheit – demnächst erneut den Mindestsatz für das Schachtelprivileg sehr kurzfristig weiter anheben, und dann hätten die kommunalen Aktionäre mit ihrer Beteiligungsquote von insgesamt 15,8% (laut „Ruhrnachrichten“ und „WAZ“ vom 24.06.) das Nachsehen. Auf eine solch unsichere Grundlage lässt sich keine langfristig wirksame Anlageentscheidung für einen zweistelligen Millionenbetrag aufbauen.<br />
•	Viele andere Kommunen verkaufen RWE-Aktien (laut „Ruhrnachrichten“ vom 24.06.2009), wahrscheinlich weil sie in RWE kein zukunftsträchtiges Unternehmen sehen. RWE setzt vor allem auf herkömmliche Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen, während die Zukunft in regenerativen Energien liegt. Auch der Hochsauerlandkreis hätte daher viele Gründe, über den Verkauf der bereits vorhandenen RWE-Aktien nachzudenken statt weitere hinzuzukaufen. Dann gäbe es auch keine Probleme mit dem „Schachtelprivileg“!<br />
•	Die kreisangehörigen Städte und Gemeinden sollen in den nächsten Jahren mehr als 25 Mio Euro an zusätzlicher Kreisumlage aufbringen, um die Altfehlbeträge des Kreises zu finanzieren. Die Finanzlage der Städte und Gemeinden ist aktuell sehr schlecht. Der Kreis könnte also mit dem investierten Betrag diesen Altfehlbetrag komplett tilgen – und dadurch die Städte und Gemeinden erheblich entlasten.<br />
•	Im August 2007 bestand die Möglichkeit, die damals schon marode WestLB an die Baden-Württembergische Landesbank zu verkaufen und dadurch zu sanieren. Dies wurde von Ministerpräsident Rüttgers verhindert. Jetzt befindet sich die WestLB in noch größerer Notlage und muß daher Aktien verkaufen. Es kann aber nicht Aufgabe des Hochsauerlandkreises sein,  für die Fehler des CDU-Ministerpräsidenten zu zahlen.<br />
•	Wenn der Kreis Geld im Energiesektor anlegen möchte, könnte er statt des Kaufs von RWE-Aktien einen Windpark errichten. Das wäre wesentlich sicherer und zukunfts¬weisender, und die zu erwartende Rendite wäre nicht schlechter als bei den RWE-Aktien.<br />
•	Der Landrat ist Mitglied des RWE-Aufsichtsrates und wirkte bei der Beratung und Entscheidung über den Aktienkauf nicht mit. Ein anderes Kreistagsmitglied erklärte sich erst auf Nachfrage für befangen. Es ist noch zu klären, ob nicht noch weitere Kreistagsmitglieder wegen ihrer Verbindungen zur RWE oder zur WestLB oder zu Sparkassengremien als befangen gelten mussten.</p>
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		<title>SBL fordert öffentliche Beratung des geplanten RWE-Aktienhandels im Kreistag</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 08:13:11 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Aus Kreistag und Kreishaus]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Erwerb bisher von der WestLB gehaltener Aktien an der RWE AG&#8221;, so heißt es in der Tagesordnung für die Sitzung des Kreistags des Hochsauerlandkreises am kommenden Freitag. Allerdings soll dieser Tagesordnungspunkt nur im nichtöffentlichen Teil der Sitzung behandelt werden. Dafür sieht die SBL-Kreistagsfraktion keinen Grund, denn Kreistagssitzungen müssen im Regelfall öffentlich stattfinden. Der Ausschluß der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Erwerb bisher von der WestLB gehaltener Aktien an der RWE AG&#8221;, so heißt es in der Tagesordnung für die Sitzung des Kreistags des Hochsauerlandkreises am kommenden Freitag. Allerdings soll dieser Tagesordnungspunkt nur im nichtöffentlichen Teil der Sitzung behandelt werden. Dafür sieht die SBL-Kreistagsfraktion keinen Grund, denn Kreistagssitzungen müssen im Regelfall öffentlich stattfinden. Der Ausschluß der Öffentlichkeit ist nur in wenigen Ausnahmefällen zulässig, z.B. bei Personal- oder Grundstücksangelegenheiten. In einem Brief an den Landrat hat die SBL-Fraktion diesen bereits am Wochenende aufgefordert, den geplanten Aktienkauf im öffentlichen Teil der Kreistagssitzung zu behandeln. Das hat der Landrat in seinem Antwortschreiben vm 23.06. abgelehnt, wegen &#8220;schützenswerter Interessen Einzelner&#8221;. Diese Begründung ist nicht nachvollziehbar, denn Einzelpersonen sind von diesem Aktiengeschäft gar nicht betroffen. Die SBL wird daher weiterhin auf geeignete Weise versuchen, eine öffentliche Beratung des Aktiengeschäfts zu erreichen.</p>
<p>Für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Städte und Gemeinden dürfte von besonderem Interesse sein zu erfahren,<br />
• aus welchen Gründen dieser Aktienhandel erfolgen soll,<br />
• welcher Betrag aufgewendet werden soll,<br />
• wie der Aktienhandel finanziert werden soll,<br />
• mit welchen Risiken für den Hochsauerlandkreis er verbunden ist,<br />
• wer die Nutznießer sind,<br />
• welches Interesse insbesondere die im TOP genannte WestLB an diesem Aktienhandel haben könnte,<br />
• wer sonst noch daran beteiligt ist,<br />
• und wie die Aussichten für einen späteren Weiterverkauf der RWE-Aktien sind.<br />
Bekanntlich haben viele Kommunen und Kreise in den letzten Jahren schlechte Erfahrungen mit Risiko-Geldanlagen gemacht.</p>
<p>Den geplanten Aktienkauf lehnt die SBL ab. Laut einem Pressebericht von heute geht es um einen Betrag von 26,5 Mio Euro. Dies entspricht dem Altfehlbetrag des Hochsauerlandkreises, den sich der Kreis in den nächsten 5 bzw. 8 Jahren durch eine erhöhte Kreisumlage von den Städten und Gemeinden finanzieren lassen will. Die meisten Kommunen haben aber erhebliche Haushaltsdefizite zu erwarten, die sich durch die absehbaren Ausfälle bei Gewerbesteuer und Einkommensteuer noch weiter vergrößern werden. Die SBL fordert daher, die verfügbaren Mittel für die Abdeckung des Altfehlbetrages einzusetzen und dadurch die Städte und Gemeinden zu entlasten &#8211; statt einen risikoreichen Aktienhandel zu betreiben. Sonst könnte der Eindruck entstehen, dass für den Hochsauerlandkreis die Sanierung der WestLB vor der bevorstehenden Landtagswahl wichtiger ist als die Finanzlage der kreisangehörigen Städte und Gemeinden.</p>
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		<title>Was kosten stillgelegte Kernkraftwerke?</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Aug 2008 11:38:57 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Abfallwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Fraktion *Die Linke* hatte im Bundestag nach den bisherigen Kosten für Atomkraft gefragt. Einige Zahlen aus der Antwort der Bundesregierung: Das Endlager in Gorleben hat von 1977- 2007 1,51 Mrd € gekostet. Der Schnelle Brüter in Kalkar: 2,18 Mrd € Das Kernkraftwerk Hamm- Unetrop hat bis Ende 2007 1,78 Mrd € verschlungen, die zukünftigen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fraktion *Die Linke* hatte im Bundestag nach den bisherigen Kosten für Atomkraft gefragt.</p>
<p>Einige Zahlen aus der Antwort der Bundesregierung:</p>
<p>Das Endlager in Gorleben hat von 1977- 2007 1,51 Mrd € gekostet.</p>
<p>Der Schnelle Brüter in Kalkar: 2,18 Mrd €</p>
<p>Das Kernkraftwerk Hamm- Unetrop hat bis Ende 2007 1,78 Mrd € verschlungen, die zukünftigen Kosten für die strahlende Ruine sind unbekannt.</p>
<p> </p>
<p> </p>
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