Informationen und Meinungen zur Kreispolitik im HSK

Sondersitzung des Kreisumweltausschusses zur Afrikanischen Schweinepest

By admin at 8:55 pm on Monday, May 11, 2026

Das Hauptausbreitungsgebiet der Afrikanische Schweinepest liegt derzeit in den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein sowie im südlichen Hochsauerlandkreis (Raum Schmallenberg).

Aktuelle Fallzahlen (Stand laut LAVE NRW)SI

Die aktuellen Fallzahlen zur Afrikanischen Schweinepest in Nordrhein-Westfalen (Stand laut LAVE NRW) zeigen insgesamt 46.347 durchgeführte Untersuchungen. Davon entfallen 6.710 auf den Hochsauerlandkreis (HSK), 2.637 auf den Kreis Olpe (OE) und 4.462 auf den Kreis Siegen-Wittgenstein (SI).

Von den untersuchten Proben wurden landesweit 45.782 als negativ bewertet. Im HSK waren es 6.704 negative Befunde, im Kreis Olpe 2.335 und im Kreis Siegen-Wittgenstein 4.205.

Positiv auf Afrikanische Schweinepest getestet wurden insgesamt 565 Fälle in NRW. Davon entfallen 6 Fälle auf den Hochsauerlandkreis, 302 Fälle auf den Kreis Olpe sowie 257 Fälle auf den Kreis Siegen-Wittgenstein.

Ziel aller Maßnahmen ist es, eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern.

Anlass der Sondersitzung

Die SPD hatte eine Sondersitzung zum Thema „Maßnahmen zum Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest“ beantragt.
Im Antrag wurde dies damit begründet, man wolle nicht nur reaktiv handeln, sondern frühzeitig Maßnahmen diskutieren.

 

Verlauf der Sitzung

Zu Beginn stellte eine Vertreterin des Veterinäramts die aktuelle Lage dar.
Die dargestellten Informationen entsprechen im Wesentlichen den bereits öffentlich zugänglichen Daten des Landes und des Hochsauerlandkreises.

Auf Nachfrage von Herrn Schulte-Huermann (SBF/FWG), “Worin die konkrete Dringlichkeit für eine Sondersitzung liege”, antwortete die Verwaltung:

Es gebe keine besondere Dringlichkeit; das Thema hätte ebenso in der regulären Sitzung behandelt werden können.
Auch der Antragsteller (SPD) konnte keinen konkreten Grund für die Eilbedürftigkeit benennen.

Schwerpunkt der Sitzung: Forderungen der Jägerschaft

Im weiteren Verlauf kamen (für Herrn Schulte-Huermann (SBF/FWG) überraschend) zwei Vertreter der Jägerschaft zu Wort:

  • Hegering Sundern (vertreten durch Frau Hegener)
  • Kreisjägerschaft (vertreten durch Herrn Lenze)

Kernforderung:
👉 Einführung bzw. Ausweitung einer Abschussprämie von 100 € pro erlegtem Wildschwein im gesamten Kreisgebiet

Begründung:

  • Jagd auf Schwarzwild sei sehr aufwendig
  • Wildbretpreise seien derzeit niedrig
  • Jäger würden mit der Bejagung eine Leistung für die Allgemeinheit erbringen (Seuchenvorsorge)

Bereits bestehende Regelung:

  •  In bestimmten Restriktionszonen werden derzeit 50 € pro Tier gezahlt

 

Politische Reaktionen

Vertreter von SPD und CDU unterstützten die Forderung ausdrücklich.
Diskutiert wurde insbesondere die Möglichkeit, gemeinsam eine Resolution an das Land NRW zu richten, da die Zuständigkeit für entsprechende Prämien beim Land liegt.

 

Kritische Einordnung

Der SBL/FWG-Einwand, dass Jagd traditionell auch mit Verantwortung für den Wildbestand verbunden sei und nicht primär als vergütungspflichtige Tätigkeit betrachtet werden könne, wurde von Vertretern der Mehrheitsfraktionen zurückgewiesen.

 

Fazit

  • Eine akute Dringlichkeit für die Sondersitzung war nicht erkennbar
  • Die Sitzung entwickelte sich inhaltlich weg von der Seuchenlage hin zu einer Grundsatzdebatte über die Finanzierung der Jagd
  • Zentrales Ergebnis ist die politische Vorbereitung einer Forderung nach höheren Abschussprämien gegenüber dem Land NRW

👉 Das Thema wird den Ausschuss bzw. den Kreistag voraussichtlich weiterhin beschäftigen.

 

 

 

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Veranstaltung zum Thema Arnsberger Wald: Vergangenheit, Gegenwart, Nationalpark

By admin at 12:07 pm on Wednesday, November 19, 2025

Die BUND Kreisgruppe HSK (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.) und der VCD-Kreisverband Hochsauerland e.V. (Umwelt- und Verbraucherverband für eine ökologische und sozialverträgliche Mobilität) laden Sie zu einer öffentlichen Veranstaltung mit zwei Fachvorträgen und anschließender Diskussion zum Thema
Arnsberger Wald: Vergangenheit, Gegenwart, Nationalpark …
am Donnerstag, den 27. November 2025, um 18:30 Uhr ins Kreishaus in Meschede
(Steinstraße 27, 59872 Meschede) ein.
Der Arnsberger Wald hat wohl noch nie in so kurzer Zeit eine derart radikale Umgestaltung erfahren wie in den letzten Jahren.
Stürme, Dürre und die darauffolgenden Schädlingskalamitäten haben das Landschaftsbild umgekrempelt. Aber wider Erwarten profitieren Flora und Fauna von dieser Entwicklung.

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Die großflächigen Fichten-Kalamitäten haben zu einer enormen Bestandszunahme von Offenlandarten wie Neuntöter, Schwarzkehlchen und Wendehals geführt.

Aber auch in den Buchenwäldern gibt es Veränderungen. Beispielsweise hat sich der auffällige Schwarzspecht erst Anfang des 20. Jahrhunderts in Westfalen angesiedelt. Als Großhöhlenbauer ermöglicht er die Ansiedlung weiterer Arten, wie z. B. Hohltaube und Raufußkauz.
Über diese Entwicklung referiert Andreas Kämpfer-Lauenstein unter dem Titel: Wandel der Vogelwelt des Arnsberger Waldes in den letzten 50 Jahren. Der Referent aus Geseke ist Biologe und versierter Ornithologe. Seit vielen Jahren streift er beruflich und privat durch die Wälder Nordrhein-Westfalens und dokumentiert die Entwicklung des Vogelbestandes.
Der Einfluss des Menschen prägt das Erscheinungsbild des Arnsberger Waldes seit hunderten von Jahren.
Welche Spuren dieser Einfluss hinterlassen hat, und wie sie sich bis in die heutige Zeit auswirken, ist das Thema des zweiten Vortrages an diesem Abend: Spuren historischer Landnutzung im Arnsberger Wald.
Der Referent, Hans-Joachim Berger aus Bad Sassendorf, ist Landschaftsplaner und für die Initiative Nationalpark Arnsberger Wald aktiv.
Auch wenn noch nicht alles optimal ist, stellt der Arnsberger Wald bereits in seiner jetzigen Ausprägung das Juwel im Westfälischen Waldmeer dar.
Ein Nationalpark würde ihm den passenden Schliff verleihen.

In der anschließenden Diskussion soll erörtert werden, wie ein Nationalpark auf einem Teil der Landesflächen im Naturpark realisiert werden kann.
Moderiert wird die Veranstaltung von Klaus Brunsmeier (BUND NRW Landesverband).
Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Spende willkommen.

Sie möchten die Initiative für den Nationalpark Arnsberger Wald unterstützen?
Das kann auf vielfältige Weise geschehen:
– indem Sie diese Einladung in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis weiterleiten.
– Beteiligen Sie sich an der Selfie-Aktion und schenken Sie dem Nationalpark Arnsberger Wald ihr Lächeln www.nationalpark-arnsberger-wald.de/ja-bitte.html
– Informieren Sie sich auf der Homepage.
– Liken und teilen Sie Seiten und Beiträge bei Facebook
– Möchten Sie gerne bei den Aktionen und Veranstaltungen unterstützen? Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an: info@nationalpark-arnsberger-wald.de
– weitere Möglichkeiten zum Mitmachen: https://nationalpark-arnsberger-wald.de/was-kann-ich-tun.html

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