Informationen und Meinungen zur Kreispolitik im HSK

Die nächsten Fraktionssitzungen

By admin at 12:20 am on Thursday, November 9, 2006

Zwei weitere Termine für Fraktionssitzungen stehen fest:

Am Montag, 27. November, 18:30 Uhr, erfolgt die Beratung des Kreishaushalts 2007, anfangs mit Kreiskämmerer Peter Brandenburg.

Am Dienstag, 5. Dezember, 20 Uhr, wird dann die nächste Sitzung des Kreistags (08. Dezember), in der der Kreishaushalt 2007 beschlossen werden soll, vorbereitet.

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CDU im Kreis Siegen gegen weitere Neubaugebiete

By admin at 11:24 pm on Wednesday, November 8, 2006

Und gleich noch eine WDR-Meldung von heute:
Gegen weitere Neubaugebiete
Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Siegener Kreistag, Manfred Gerhard, ist gegen weitere Neubaugebiete. Stattdessen sollten Baulücken geschlossen und bestehende Gebäude umgebaut werden, sagte Gerhard auf dem Kreisparteitag der CDU in Siegen gestern Abend. So könnte man der Verödung von Ortskernen begegnen. Weil die Bevölkerung abnehme, verringere sich zudem auch der Wert von Immobilien, wenn immer mehr davon gebaut würden.

Anmerkung der SBL:

Die CDU im Kreis Siegen scheint erkannt zu haben, daß es keinen Sinn macht, immer noch weitere Neubaugebiete auszuweisen. Die CDU im HSK scheint noch lange nicht so weit zu sein, wie die Diskussionen in vielen Stadt- und Gemeinderäten bei der Beratung über die Ausweisung von neuen Bebauungsplänen zeigen … 

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Sanierungspläne unzureichend

By Matthias at 4:59 pm on Wednesday, November 8, 2006

Bestätigt werden die Bedenken der Sauerländer Bürgerliste, dass die Sanierungspläne von Kreisverwaltung und  Umweltministerium unzureichend sind.

Die entsprechende Meldung aus dem WDR:

PFT-Sanierungspläne unzureichend
Das Frauenhofer-Institut hält die Sanierungspläne des Hochsauerlandkreises für das mit PFT verseuchte Feld in Brilon-Scharfenberg für nicht ausreichend. Ein Umweltchemiker des Schmallenberger Instituts sagte, über die vorgesehene Drainage könne zwar das Ablaufwasser in die Möhne gereinigt werden. Der Großteil des Regenwassers würde aber mit dem Schadstoff durch die Schieferschichten in das Grundwasser sickern. Nach Einschätzung des Frauenhofer-Instituts muss der mit PFT belastete Boden komplett abgetragen werden.

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Gruene Kreistagsfraktion als Marionetten der ehemaligen Ministerialbürokratie

By Matthias at 11:42 pm on Monday, November 6, 2006

Die Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen lädt ein, und der von 1995 bis 2006 im Umweltministerium für Abfall-, Abwasser und Trinkwasser zuständige Abteilungsleiter Harald Friedrich redet. Immer wieder ist das gleiche Bild von Steuerung dieser Kreistagsfraktion durch die ehemalige Ministerialebene zu beobachten. Für uns war dies nach heftiger Auseinandersetzung Grund genug, diese Fraktion zu verlassen und die eigene Fraktion Sauerländer Bürgerliste zu gründen(www.sbl-fraktion.de). Erneut versucht Harald Friedrich über die Grüne Kreistagsfraktion ein Zerrbild zu zeichnen: Er versucht weiterhin abzulenken von den Ursachen und den Verursachern der PFT-Vergiftung. Seit langem fragen wir uns, warum er dieses macht, und seit langem fragen wir uns, warum andere dabei mitmachen. Es geht bei der 10 ha großen Giftmülldeponie Scharfenberg doch nicht um die Frage, wann sie zu sanieren ist. Denn Einigkeit besteht bei fast allen (bis auf H. Friedrich und einigen der von ihm Beratenen) darin, dass wegen der außergewöhnlich hohen Giftbelastung eine umgehende Sanierung dieser Fläche notwendig ist. Offen ist nur noch, wie sich die Giftstoffe am effektivsten beseitigen lassen. Konkret geht es darum, ob die vom Landesumweltminister voreilig ausgewählte Sanierung durch eine Drainage oder (die teurere Variante) der Sanierung durch Bodenabtrag am sinnvollsten ist. Dafür sind vorherige hydrogeologische Untersuchungen unverzichtbar. Diese Voruntersuchungen wurden auch vom Hauptausschuß der Stadt Brilon auf Antrag der Briloner Bürgerliste einstimmig gefordert und auf Anfrage unserer Fraktion im Kreistag von der Kreisverwaltung zugesagt.Darüber hinaus geht es um die Frage, wie die anderen mit PFT belasteten Flächen von den Giftstoffen befreit werden können. Und es geht vor allem auch darum, wie zukünftig die offensichtlich vollkommen unzureichende Bioabfallverordnung verändert wird, damit solche Giftstoffe nicht mehr in Böden und Gewässer gelangen können.

Die restGrüne Kreistagsfraktion und ihr Berater H. Friedrich suchen die Hauptquellen am Grund des Möhnesees oder ganz woanders. Am Grund des Möhnesees mag das PFT mittlerweile liegen (Anreicherung im Sediment), denn offensichtlich sind die Giftstoffe aus den Äckern über Jahre in die Möhnetalsperre ausgewaschen worden. Dadurch könnte durchaus auch erklärlich sein, warum mehr Giftstoffe aus der Talsperre austreten als eintreten. Es dürften sich somit im Sediment des Sees erhebliche Anreicherungen finden, die jetzt ausgewaschen werden.

Der Hauptgrund für das errechnete vermehrte Austreten liegt aber darin, daß das Verhältnis zwischen abfließenden und zufließenden Wassermengen bei den von H. Friedrich verwendeten Meßwerten ganz anders war als sonst. Im Jahresdurchschnitt fließt an der Sperrmauer die 1,5 fache Menge des Wassers ab wie sie aus dem Möhnefluß in den Möhnesee zufließt; der restliche Zufluß stammt vor allem aus der Heve und aus Sammlung von Regenwasser. Bei den von H. Friedrich veröffentlichten Meßwerten betrug dieses Verhältnis aber 2,7 : 1, also fast das Doppelte. Gleichzeitig wurde der Bermecke-Bach „vergessen”, obwohl allgemein bekannt ist, dass das belastete Maisfeld bei Scharfenberg auf einer Kuppe liegt und sowohl in die Steinbecke als auch in die Bermecke entwässert, also zwei Bäche belastet. Da ist es dann kein Wunder, daß die Berechnungen des „Wasserexperten” zu falschen Ergebnissen führen.

Berechtigt ist allerdings die Forderung von H. Friedrich, nach der Rolle des Ruhrverbandes zu fragen. Warum hat der Ruhrverband, der für die Überwachung der Talsperren zuständig ist und modernste Laboratorien besitzt, nicht früher etwas von den Gifbelastungen bemerkt? Berechtigt ist aber auch die Frage nach der Verantwortung des H. Friedrich: Warum hat er als anerkannter Fachmann und verantwortlicher Abteilungsleiter im Umweltministerium nicht eher etwas gegen die Giftbelastungen in unseren Böden und der Möhnetalsperre unternommen? Bekannt ist die hohe PFT-Belastung der Ruhr in Fachkreisen bereits seit April 2004.

 

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Ablenkungen

By Matthias at 1:51 pm on Monday, November 6, 2006
“Kein Zusammenhang mit PFT-Skandal”

Auch Tage nach gütlicher Einigung schwelt Streit um Kündigung im Umweltministerium

Von Detlef BurrichterDÜSSELDORF · Der politische Schlagabtausch um einen engen Vertrauten der früheren NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) hält unvermindert an. Der Rausschmiss von Harald Friedrich, dem früheren Abteilungsleiter für Abfall und Wasser, zieht auch Tage nach der gütlichen Einigung vor dem Arbeitsgericht weiter Kreise. In der CDU-Fraktion herrscht Empörung: Die Grünen würden den Fall nutzen, um gezielt Stimmung gegen NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) zu machen.

Insbesondere Verdächtigungen, es gebe einen Zusammenhang zwischen Friedrichs Entlassung und dem zeitgleich bekannt gewordenen Skandal um das Umweltgift PFT (perfluorierte Tenside) bringt CDU-Politiker in Rage. “Es ist eine Frechheit, so etwas zu behaupten”, machte CDU-Landwirtschaftsexperte Friedhelm Ortgies seinem Ärger Luft. Das Zusammentreffen beider Ereignisse sei purer Zufall. “Die wollen doch nur von der Sache ablenken”, so Ortgies. Es stehe nun einmal fest, dass Friedrich immer wieder Aufträge an ein Institut in Aachen vergeben habe, für das er selbst tätig war. Das sei der Kern der Auseinandersetzung und weiter nichts. Aus anderer Quelle hieß es außerdem, Friedrich habe einen Einstellungsbetrug begangen. Als es um die Einstellung seiner Stellvertreterin ging, habe er ihr – einer Parteifreundin – die Fragen zugeleitet, die im abschließenden Bewerbungsgespräch gestellt wurden.

Auch der Sprecher des Umweltministeriums stellte klar: “Es gibt keinerlei Zusammenhang mit dem PFT-Problem”, sagte Markus Fliege. Auch Vorwürfe, Uhlenberg sei seiner Fürsorgepflicht gegenüber Friedrich nicht nachgekommen, wies Fliege zurück. “Es gab auch keine politischen Gründe für die Beendigung des Dienstverhältnisses.” Das habe der Betroffene selbst in einer Pressemitteilung ebenfalls festgestellt.

In CDU-Kreisen sieht man in der gütlichen Einigung vor dem Arbeitsgericht keine vollständige Rehabilitation für Friedrich, wie das Grüne und SPD interpretierten. “Wenn ein leitender Beamter mit einer Abfindung von nur 75 000 Euro einverstanden ist, spricht das eher für einen Erfolg von Uhlenberg”, hieß es. Der habe eben einen jahrelangen Rechtsstreit verhindern wollen.


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Abschied von der Utopie der Vollbeschäftigung

By Matthias at 9:31 pm on Sunday, November 5, 2006

http://www.nzz.ch/2006/11/04/fe/articleEM5N6.html

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Dilletanten auf niedrigstem Niveau!

By Matthias at 9:52 pm on Saturday, November 4, 2006

Kreis Soest / Rüthen. Ist der Skandal um die Industriechemikalie PFT sehr viel weitreichender? Für die Grünen im Landtag ist es nicht damit getan, die belastete Fläche bei Brilon-Scharfenberg zu sanieren und kleine Gewässer wie den Silberbach bei Rüthen zu untersuchen. Sie sehen ein großes PFT-Problem im Möhnesee.Der umweltpolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Johannes Remmel, warf Umweltminister Eckhard Uhlenberg mit seinem Sanierungsplan gestern bei einer Pressekonferenz in Meschede “blinden Aktionismus” und eine “überhastete Art der Sanierung” vor. Dr. Harald Friedrich, als Abteilungsleiter ehemals rechte Hand von Uhlenberg-Vorgängerin Bärbel Höhn (und von Uhlenberg gekündigt) sprach von “Dilettanten auf niedrigstem Niveau”: Denn das Ministerium habe es bislang versäumt, den Möhnesee genauer zu untersuchen. Die Grünen aber haben die Werte geprüft, die das Staatliche Umweltamt Lippstadt zusammengetragen hat: Demnach könnten die Steinbecke bei Scharfenberg, Rüthens Silberbach und die Elpe bei Bestwig als kleine Bächlein gar nicht die hohe PFT-Belastung im See erklären – wie berichtet, sagt Uhlenberg jedoch, diese Bäche trügen zu 90 Prozent der gesamten Gewässerbelastung bei. Tatsächlich aber, diese Rechnung machen die Grünen auf, tragen die Bäche täglich 72 Gramm PFT in den Möhnesee, den aber täglich zwischen 314 und 357 Gramm an PFT wieder verlassen – warum, habe das Ministerium bislang nicht überprüft. Die Frage der Quellen der PFT-Belastung sei damit noch gar nicht geklärt. Die Grünen nehmen jetzt den Ruhrverband als Betreiber des Sees ins Visier: Er lasse zu, das täglich diese gefährliche Fracht den Möhnesee wieder verlasse. Generell stelle sich die Frage, wer was in den Möhnesee einleite; außerdem stelle sich die Frage nach der Aufbereitungstechnik der Wasserwerke an der Ruhr.Die eine Million Euro, die Uhlenberg für die Sanierung einsetzen will, reichen den Grünen nicht aus: Remmel will bei den Haushaltsberatungen fünf Millionen, sowie für den Notfall weiterer zehn Millionen als Verpflichtungsermächtigung einfordern

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Höhn befürwortet Untersuchungsausschuss

By Matthias at 7:54 am on Saturday, November 4, 2006

CDU und FDP erwägen Untersuchungsausschuss einzurichtenLandtag soll PFT-Umweltskandal aufklären

Von Johannes Nitschmann

Der Umweltskandal im Sauerland um PFT-verseuchten Klärschlamm-Dünger soll möglicherweise von einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss aufgeklärt werden. Die Düsseldorfer Regierungsfraktionen von CDU und FDP wollen dabei vor allem die grüne Ex-Umweltministerin Bärbel Höhn ins Visier nehmen.Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) ging in die Offensive. Gegen die Einsetzung eines Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) zur Aufklärung des PFT-Umweltskandals habe er “persönlich keinerlei Einwände”, erklärte der Minister am Freitag (03.11.06) am Möhnesee. Derzeit steht Uhlenberg unter massivem Beschuss der rot-grünen Landtagsopposition. “Einen Blindflug” bei der PFT-Aufklärung wirft der grüne Fraktionsgeschäftsführer Johannes Remmel dem CDU-Minister vor. Im Sauerland herrscht seit Wochen Alarmstimmung wegen verseuchter Ackerböden, Fichtenschonungen und Gewässer. Zum Teil erhebliche Mengen perfluorierter Tenside – kurz PFT genannt – sind dort festgestellt worden.Diese krebserregende Industriechemikalie stammt vermutlich von Bioabfällen, die die Paderborner Firma GW Umwelt jahrelang als Düngerprodukte, so genannte Bodenhilfsstoffe, vertrieben hat. “TerraTop” und “TerraAktiv” heißen die verdächtigen Dünger. Laut Uhlenberg sind davon alleine auf 932 Hektar Ackerflächen im Einzugsbereich von Möhne und Ruhr insgesamt 15.400 Tonnen aufgebracht worden. In der Nähe eines Forellenteiches im sauerländischen Brilon-Scharfenberg fanden die Umweltchemiker auf zehn Hektar etwa 400 Kilogramm reines PFT in einer Bodentief von bis zu 60 Zentimetern. Die Staatsanwaltschaft Paderborn ermittelt gegen den Firmenchef von GW Umwelt. Der saß wegen Verdunkelungsgefahr etliche Tage in Untersuchungshaft, weil er Geschäftsakten vernichtet haben soll.

Warnhinweise bereits im Jahre 2002

Uhlenberg kündigte am Freitag an, die hochbelastete Fläche in Brilon solle umgehend saniert werden. Schließlich trage sie “wesentlich” zur PFT-Belastung in der Möhnetalsperre bei, dem größten Trinkwasserspeicher in Nordrhein-Westfalen. Der Wiederanstau der Talsperre werde derzeit bis zur Sanierung der Briloner Ackerfläche “hinausgezögert”. Die Grünen werfen Uhlenberg vor, sich bei Schadstoffmessungen und Sanierungen auf einzelne PFT-trächtige Flächen zu konzentrieren, statt die Untersuchungen weiträumig auszudehnen. Auf immerhin etwa 800 Feldern des Hochsauerlandkreises und des Kreises Soest sollen nach Angaben der örtlichen Umweltbehörden in den lvergangenen sechs Jahren insgesamt 54.000 Klärschlamm-Abfall mit zum Teil hoch belasteten PFT-Chargen verklappt worden sein – von der Firma GW Umwelt offenbar allesamt als nützliche Bodenhilfsstoffe deklariert. Nach Informationen von WDR.de lagen im Düsseldorfer Umweltministerium bereits im November 2002 Hinweise auf mögliche kriminelle Machenschaften der Düngerfirma GW Umwelt vor.Am 4. November 2002 teilte das Landesamt für Ernährung und Jagd (LEJ) dem damals von der grünen Ministerin Bärbel Höhn geleiteten Umweltressort mit, die Dünger “TerraTop” und “TerraAktiv” seien “nicht richtig gekennzeichnet”. Der Klärschlammgehalt werde “nicht mitgeteilt”, die Produkte würden “als Bodenhilfsstoffe ausgelobt”, obwohl es sich bestenfalls um “Sekundärrohstoffdünger” handelt.

“Ganz und gar nichts zu verbergen”

Bereits am 10. Oktober 2002 hatte das Staatliche Umweltamt Bielefeld an das Düsseldorfer Umweltministerium gemeldet, dass es mit der Firma GW Umwelt wegen der Deklaration und Einstufung ihrer Klärstoffe “regelmäßig zu Konflikten” komme. “Mehrere Bußgeldverfahren” gegen das Paderborner Unternehmen seien anhängig. Doch die Auslieferung des PFT-haltigen Düngers wurde von den Behörden offenbar nie wirksam unterbunden. Umweltminister Uhlenberg, der erst seit Sommer 2005 im Amt ist, sieht “eklatante Versäumnisse” bei seiner grünen Amtsvorgängerin Höhn. Bis heute sei offen, weshalb etliche Warnhinweise auf den falsch deklarierten Klärschlammdünger in den Jahren 2002 und 2003 “offensichtlich zu keinen wirksamen Konsequenzen geführt haben”.Deshalb wohl, mutmaßt Uhlenberg, hätten SPD und Grüne auf die Forderung des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) “vollkommen verunsichert reagiert”, mögliches Behördenversagen in Sachen PFT durch einen Untersuchungsausschuss des Düsseldorfer Landesparlaments untersuchen zu lassen. Womöglich werden die Landtagsfraktionen von CDU und FDP demnächst einen solchen Ausschuss beschließen. Ex-Umweltministerin Höhn hat ihren Parteifreunden im Landtag dem Vernehmen nach geraten, die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zu unterstützen. Aus ihrer Amtszeit gebe es in Sachen PFT “ganz und gar nichts zu verbergen”. Alleine hinhaltender Widerstand bei der SPD hat nach Darstellung der Grünen bislang ein Oppositions-Initiative für einen Untersuchungs-Ausschuss verhindert. Nun könnten CDU und FDP in Sachen Aufklärung die Regie übernehmen.

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Die Päpstin kütt!

By Matthias at 9:14 pm on Thursday, November 2, 2006

da die Restgrünen Fraktion ihre Internetseite nur zögerlich aktualisiert hier der genaue Termin der Veranstaltung:

 Thema: Gesundes Trinkwasser für alle Bürgerinnen und Bürger des Hochsauerlandkreises.

am 16.11. um 18 Uhr im Kreishaus Meschede

Teilnehmer:

 Bärbel Höhn MdB, stellvertr. Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag und von 1995 – 2005 Umweltministerin unseres Landes

 Dr. Petra Günther

Dipl. Biologin, IFUA- Projekt- GmbH, Bielefeld

 

Dr. Peter Kleeschulte

Gesundheitsamt des HSK

 

Robert Dietrich

Geschäftsführer Hochsauerlandwasser gmbH

 

Wie in der 2 stündigen Veranstaltungen Frau Höhn auf die offenen Fragen bezüglich ihrer Amtszeit eingehen wird (sie hat mit dem Hinweis auf die Veranstaltung bisher alle Antworten diesbezüglich verweigert)

 wird wohl vielen mehr als schleierhaft sein.

Aber wir hatten ja schonmal einen Bundeskanzler, der erfolgreich auf seinem Hintern ausgessessen hat. Warum sollten wir nicht auch eine ebensolche grüne Ministerin haben.

 Nach der Sitzung findet dann eine Fortsetzungsveranstaltung des Inquisitionsgerichts statt. Um 20.30 im Kolpinghaus. Wer immer da auch hingehen mag!

 

 

 

 

 

 

 

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gruene Grundsicherung

By Matthias at 12:15 pm on Thursday, November 2, 2006

Positionen von Gruenen zur Grundsicherung finden sich auf:

 

www.grundsicherung.org

 

 

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80% der Belastung aus Scharfenberg?

By Matthias at 8:50 am on Thursday, November 2, 2006

http://www.westfalenpost.de

Wie tief steckt PFT in der Erde?

Scharfenberg. Der Hochsauerlandkreis hat am Dienstag die Detailplanung für die Sanierung der mit PFT belasteten Fläche in Scharfenberg in Auftrag gegeben.

Die Fa. Terra Vital, ein Unternehmen aus dem Firmengeflecht des Briloner Unternehmers Ralf W. und seiner GW Umwelt (Borchen), habe die ihr bis zum 30. Oktober gesetzte Frist für die Auftragsvergabe verstreichen lassen. Das teilte der Hochsauerlandkreis am Dienstag mit.

Ein Gutachterbüro aus Bielefeld, das Institut für Umwelt-Analyse (IFUA), hat bereits am Dienstag mit Bodenuntersuchungen auf der insgesamt rund 10 ha großen Fläche zwischen der Siedlung Waldbruch und der Ortslage von Scharfenberg im Bereich von Mühlenteich und Siepen begonnen. Dazu werden bis auf drei Meter Tiefe Sonden in den Boden gerammt. Von den Proben erhoffen sich die Experten Auskünfte zu den geologischen und hydrogeologischen Verhältnissen vor Ort, um die Wirksamkeit der vom HSK favorisierten Sanierungsmethode per Drainage abschätzen zu können. Die Sondierung erfolgt im Trassenverlauf dieser geplanten Drainage.

Von dieser mit bis zu 6500 Mikrogramm PFT pro Kilo Trockenmasse belasteten Fläche geht nach bisherigen Erkenntnissen 80 Prozent der Wasserbelastung in Möhne und Ruhr aus. Rund 400 kg reines PFT sollen auf dieser ehemaligen Weihnachtsbaumkultur, die jetzt mit Mais bewachsen ist, über die vermeintlichen Bodenenverbesserer aufgebracht worden sein. Über die Bermecke und die Steinbecke fließen pro Tag rund 60 Gramm PFT ab.

Weiterhin überprüfen die Fachleute das Verfahren für die Behandlung des belasteten Wassers mit Aktivkohle.

Vor dem Hintergrund des PFT-Skandals veranstalten die Kreis-Grünen Donnerstag, 16. November, um 18 Uhr im Kreishaus Meschede einen Info-Abend, an dem u. a. Ex-NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn teilnimmt.

01.11.2006

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wo die kanonen schießen

By Matthias at 7:42 am on Thursday, November 2, 2006

www.taz.de

Mehr Schneekanonen

Im Sauerland ist man auf den Klimawandel vorbereitet. Wenn weniger Schnee fällt, gibt es eben Kunstschnee

WINTERBERG dpa Der mögliche Klimawandel und die damit verbundenen milderen Winter lassen die Liftbetreiber im Sauerland ziemlich kalt. “Wir gehen davon aus, dass wir auch in den nächsten 20 Jahren Wintersport auf wirtschaftlicher Basis anbieten können”, sagte gestern der Vorsitzende der Wintersport-Arena, Michael Beckmann. Die dramatischen Meldungen über die globale Erderwärmung und regionale Prognosen für Deutschland hätten aber auch die Touristiker im Sauerland zunächst aufgeschreckt. “Immerhin leben wir hier vom Wintersport”, sagte Beckmann.

Doch selbst wenn es auf den Bergen im Sauerland wärmer werden sollte: Mit Beschneiungsanlagen soll die möglicherweise geringere Menge Naturschnee ausgeglichen werden. Auf lange Sicht könne die Erwärmung natürlich dazu führen, dass es weniger Wintersport-Tage gebe, sagte Beckmann. Die Klimamodelle hätten ihm und den Liftbetreibern aber gezeigt, dass sie nicht um ihre Existenz fürchten müssten.

“Hinsichtlich des Umweltschutzes macht es vielleicht Sinn, vom schlimmsten Fall auszugehen und die Auswirkungen aufzuzeigen”, sagte er. Allerdings stelle sich die Wintersport-Branche im Sauerland, die als größter Jobmotor der Region gilt, auf die geänderten Bedingungen ein. “Die Bedeutung der maschinellen Beschneiung wird zunehmen”, sagte der Geschäftsführer des Skiliftverbandes, Meinolf Pape. Er gehe davon aus, dass künftig selbst bei Temperaturen um den Gefrierpunkt Kunstschnee produziert werden könne. Mindestens jeder dritte Tag, den die Lifte im Sauerland laufen, werde bereits heute von Schneekanonen ermöglicht.

taz NRW Nr. 8115 vom 2.11.2006, Seite 1, 57 Agentur

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Remmel mit neuer Theorie!

By Matthias at 8:57 pm on Wednesday, November 1, 2006

Grüne: Möhnesee ist flüssige Abfalldeponie

Die Grünen vermuten nach Datenanalysen weitere Quellen für PFT-verseuchtes Trinkwasser im Umkreis der Möhnetalsperre. Das Umwelt-Ministerium glaubt dagegen, das Problem im Griff zu haben

DÜSSELDORF taz Nach Analysen der Grünen-Landtagsfraktion geht die Belastung von Ruhr und Möhne mit der Industriechemikalie PFT auf mehr Quellen als die bisher bekannten drei zurück. “Es muss im Umfeld des Möhnesees weitere geben”, sagte Johannes Remmel, umweltpolitischer Sprecher der Grünen, gestern. Das Landesumweltministerium sieht bislang mit PFT-verschmutztem Klärschlamm gedüngte Felder im Hochsauerlandkreis als Hauptursache für die Belastung des Trinkwassers an.

Hinweise auf neue Ursachen liefert nun eine so genannte Frachtenanalyse der Grünen. Danach verlassen deutlich höhere Mengen des als zumindest krebsbegünstigend geltenden Stoffes PFT die Möhnetalsperre als hineinfließen. “72 Gramm PFT gelangen täglich in den Möhnesee, aber über 300 Gramm fließen heraus”, sagte Remmel. Auf einen Monat hochgerechnet sind das etwa 2,15 Kilogramm PFT, die über Zuflüsse ihren Weg in die Talsperre finden, während bis zu 10 Kilogramm heraus kommen. Die Möhnetalsperre sei somit eine “flüssige Sonderabfalldeponie”, stellte Remmel fest. Es müsse Quellen im Umkreis des Sees geben. Welche das genau sein könnten, sei Spekulation – Felder vielleicht oder alte Kläranlagen. “Das aufzuklären wäre der Job des Ministeriums”, sagte Remmel.

Doch bisher zeigt das Ministerium von Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) nach Ansicht des Grünen-Politikers ein anderes Verhalten: Entweder wolle das Umweltministerium von einem größeren Problem ablenken oder man habe das eigentliche Problem noch nicht erfasst. Das Land konzentriere sich vor allem auf die Quellen in Brilon, Rüthen und Bestwig. Doch die bekannten drei Quellen seien höchstens für 22 bis 23 Prozent der Gesamtbelastung verantwortlich, sagte Remmel.

Im Ministerium bleibt man unterdessen bei der alten Version. “Die drei von uns benannten Quellen dürften für etwa 90 Prozent der Gesamtbelastung verantwortlich sein”, sagte Ministeriumssprecher Markus Fliege der taz. Auf die Erkenntnisse der Grünen reagiert man im Hause Uhlenberg gelassen. “Wir glauben, das Problem gut um Griff zu haben”, sagte Fliege.

Eine Million Euro hat die Landesregierung für den Schutz von Möhne und Ruhr zur Verfügung gestellt. Damit wird ein Drainagesystem finanziert, mit dem Sicker- und Oberflächenwasser auf dem verseuchten Maisacker bei Brilon aufgefangen werden soll. Bevor es dann in die Flüsse gelangt, soll das Wasser mit Aktivkohlefiltern gereinigt werden.

Der Hochsauerlandkreis hat gestern Ingenieure und Gutachter mit der Detailplanung zur Sanierung des Geländes beauftragt. Der Düngerhersteller GW Umwelt hatte eine Frist zur Beseitigung der Schäden verstreichen lassen. Die Firma hatte lediglich 1.000 Tonnen bisher noch nicht verwandten Düngers von den Feldrändern einsammeln und in einem Kraftwerk im sauerländischen Werdohl verbrennen lassen. Eine nach Ansicht von Umweltschützern ungeeignete Methode. “Den Dünger durch Schornsteine zu jagen ist völlig abstrus”, sagt Dirk Jansen vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Das PFT werde dabei nicht vollständig zersetzt – “das wird dadurch sogar noch großflächig verteilt”. Die Verbrennung sei zwar inzwischen gestoppt, dennoch sei zu befürchten, dass die Praxis fortgesetzt würde.

Nach Einschätzung des BUND bleibt nur ein Weg, um das Problem dauerhaft zu lösen. “Der ganze Mist muss abgetragen und als Sondermüll entsorgt werden.” KATHARINA HEIMEIER

taz NRW Nr. 8114 vom 1.11.2006, Seite 1, 119 TAZ-Bericht KATHARINA HEIMEIER

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Verbot von PFT durch EU-Parlament Augenwischerei?

By Matthias at 9:31 am on Wednesday, November 1, 2006

Der hiesige Europaabgeordnete Peter Liese (CDU) berichtet auf seiner Homepage www.peter-liese.de :

Europaparlament verbietet Industriechemikalie PFT 

Da Peter Liese ansonsten sehr gute Hintergrundinformationen zum Thema auf seiner Homepage stehen hat, hätte ihm diese Falschaussage  nicht passieren dürfen:

Denn:

Das EU- Parlament hat (mit einer Reihe von Ausnahmeregelungen) beschlossen  Perfluoroctansulfonate (PFOS) schrittweise zu verbieten.

Vom Verbot ausgenommen bleibt die Perfluoroctansäure (PFOA). Dieser Stoff allerdings macht den Hauptteil der Boden- und Gewässerbelastung in unserer Region aus.

Näheres dazu unter:

http://www.europarl.europa.eu/news/expert/infopress_page/064-11936-293-10-42-911-20061020IPR11883-20-10-2006-2006-false/default_de.htm

Die bisher gemessenen Hauptbelastungsbereiche in unserer Region zeigen folgendes Bild:

Vorfluter Steinbecke (kleiner Bachlauf der in die Möhne fließt): PFOA zwischen 10200 und 82000 ng/l

PFOS: 2970- 7600 ng/l

Möhne vor Eintritt in die Möhnetalsperre (z.B. bei Heidberg): bis zu 5900 ng/l PFOA und bis 780 ng/l PFOS  

 

Möhnetalsperre: bis zu 750 ng/l PFOA, PFOS im Maximum 97 ng/l

Am Einmündungsbereich der Möhne in die Ruhr liegen die Werte immer noch bei bis zu 630 ng/l PFOA , während PFOS nur in geringen Werten vorhanden ist.

Im Hochsauerlandkreis liegen noch 2 Bachläufe mit hohen Werten vor (beide im Raum Bestwig):

Elpe (PFOA zwischen 450 und 1800 ng/l, PFOS unter 50 ng/l 

 * Nierbach: PFOA zwischen 680 und 1210 ng/l, PFOS ebenfalls unter 50ng/l

beide Bachläufe münden ebenfalls in die Ruhr

Für die Ruhr liegen folgende Werte vor:

im Bereich des Wasserwerks Mengsohl (Meschede).:

PFOA: 120- 230 ng/l, PFOS unter 50 ng/l

 

Eine Studie aus dem Jahre 2005 gibt international folgende Werte an:

Bucht von Tokyo: PFOA 154- 192 ng/l

PFOAS:   13- 25 ng/l

Great Lakes USA: PFOA:15- 70 ng/l

PFOAS: 11- 121 ng/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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